Stadtteilbeirat Sternschanze Protokoll der 05. Sitzung vom 19.06.2013

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Stadtteilbeirat Sternschanze
Protokoll der 5. Sitzung am 19.06.2013

Der Beirat ist mit 10 anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern beschlussfĂ€hig. Entschuldigt: —

Tagesordnung:
TOP 01. Anmerkungen zum Protokoll
TOP 02. Anliegen von GĂ€sten / Mitgliedern
TOP 03. Bewerbung fĂŒr den Stadtteilbeirat Sternschanze
TOP 04. Sachstandsbericht Neubau Eifflerstraße
TOP 05. Sicherheitsfond Florapark, Beratung und Abstimmung ĂŒber FörderantrĂ€ge
TOP 06. Gefahrengebiet Sternschanze
TOP 07. Berichte vom Amt / kommende Termine

Top 01 Anmerkungen zum Protokoll
Die angedachte Unterschriftensammlung zum Thema „Weihnachtsmarkt in der Straße Sternschanze” wurde vom Elternbeirat der Ganztagsgrundschule Sternschanze mehrheitlich abgelehnt.

Das GrĂŒnamt berichtet, dass im Sternschanzenpark keine Unterflur-MĂŒllbehĂ€lter möglich sind, da hierfĂŒr aufgrund der grĂ¶ĂŸeren Fahrzeuge, die zur Leerung nötig sind, die Wege verstĂ€rkt werden mĂŒssten, wofĂŒr zur Zeit keine Mittel vorhanden sind.

Der Vorstand berichtet von seinem Treffen mit dem Behördlichen Ordnungsdienst (BOD) am 19.6.2013. Hierbei erfuhr man, dass der BOD sich — anders als bisher gedacht — ĂŒberwiegend um die Verkehrs- und Sicherheitsprobleme im Viertel kĂŒmmert. Über die einzelnen Auflagen fĂŒr die Außen- gastronomie in der Susannenstraße zum Beispiel ist er gar nicht informiert. Die Kontrolle der Gastronomiebetriebe ist nach Aussage des BOD Sache der Kontrolleure des Fachamts Verbraucherschutz, Gewerbe und Umwelt (verbraucherschutz@altona.hamburg.de). Prinzipiell reagiert der BOD (neben seinen normalen Aufgaben) auf Beschwerden und plant seine tĂ€glichen Routen entsprechend der Beschwerdelage. Beschwerden beim BOD können schriftlich, per E-Mail oder Telefon auch anonym erfolgen. (Bezirksamt Altona – FACHAMT MANAGEMENT DES ÖFFENTLICHEN RAUMES – BOD, Jessenstraße 1-3, 22767 Hamburg | E-Mailadresse: ordnungsdienst@ altona.hamburg.de | Telefon 040-428 11 63 95 | Telefax 040-428 11 63 98). Die Kontaktdaten werden auch auf der Website www.standpunktschanze.de veröffentlicht. Beim BOD vorliegende Beschwerden werden nach einem Jahr automatisch wieder gelöscht.

Der Vorstand weist nochmals auf die Problematik des unentschuldigten Fehlens bei den Beiratssitzungen hin. Dadurch lĂ€sst sich im Vorfeld leider nicht abschĂ€tzen, ob es zu einer BeschlussunfĂ€higkeit bei der Beiratssitzung kommt. Es ist also im Interesse aller Mitglieder, wenn ein Fehlen vorher angekĂŒndigt wird.

Top 04 (vorgezogen) Sachstandsbericht Neubau Eifflerstraße
Herr Neubauer von der STEG gibt einen Überblick ĂŒber das Bauvorhaben (siehe PrĂ€sentation als Anhang zum Protokoll). Das Bauvorhaben „Eiffler-Werk” wird ĂŒber die Behörde fĂŒr Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) mit EU-Mitteln gefördert. Es handelt sich um ein GebĂ€ude mit 5 Geschossen, im Erdgeschoss mit LadengeschĂ€ften und Co-Working-RĂ€umen. Ein Zeitplan fĂŒr die Bauphase befindet sich ebenfalls im Anhang.
Das „Gartenkunst-Netzwerk”, das sich zum Teil auf dem jetzigen BaugrundstĂŒck befand, ist auf dem selben Areal umgezogen bei Beibehaltung seiner NutzflĂ€che. Der Co-Working-Space sowie weitere BĂŒroflĂ€chen im GebĂ€ude werden an einen Verein vermietet, der dann wiederum zu bestimmten Bedingungen an die Nutzer weitervermietet (geplant sind kleinteilige BĂŒroflĂ€chen fĂŒr ExistenzgrĂŒnder aus dem Kreativ-Bereich beziehungsweise eben kurzfristige Nutzer der Co-Working-FlĂ€che).
Ein Gast des Beirates möchte wissen, ob es genĂŒgend Nachfrage fĂŒr diese FlĂ€chen gibt. Herr Neubauer bestĂ€tigt dies, es gĂ€be bereits eine Warteliste. Der Quadratmeter fĂŒr die BĂŒroflĂ€chen wird mit 8,50 Euro Netto-Kaltmiete angesetzt, im Rahmen des Vereins können sich desse Mitglieder fĂŒr voraussichtlich 120,- Euro pro Monat einen Arbeitsplatz inklusive Nutzung der allgemeinen VereinsflĂ€che (KonferenzrĂ€ume etc.) mieten. Der Gast fragt erneut nach der TragfĂ€higkeit des Konzepts angesichts von bereits 3-4 weiteren Projekten im Viertel mit gleichem oder Ă€hnlichem Konzept. Herr Neubauer sieht darin kein Problem und ausreichend Bedarf fĂŒr diese Form von BĂŒroflĂ€chen.

Top 02 Anliegen von GĂ€sten und Mitgliedern
Ein Mitglied des Vorstands berichtet, dass die Jury fĂŒr die Vergabe der RestflĂ€chen in der Alten Rindermarkthalle eine Entscheidung getroffen hat. Genaueres ist aber noch nicht bekannt. Ein Gast teilt dazu mit, das insgesamt neun Zuteilungen entschieden wurden.

Frau Robbe und Herr Meyer-Pannwitt stellen ihr Projekt vor: ein Abschlussprojekt an der Beruflichen Medienschule Hamburg-Wandsbek zum Thema „Strukturwandel in der Schanze”. Die Methodik des Projektes beinhaltet eine Umfrage unter Bewohnern des Schanzenviertels zu Themen wie „Gentrifizierung ” und „Lebenszufriedenheit”. Zielsetzung sind zirka 180 Interviews, mindestens jedoch 100. Die Studie soll im August beginnen, der Verein Standpunkt.Schanze wird auf seiner Website dazu auch noch verlinken.

Ein Gast berichtet von einem umgerissenen Verkehrsschild samt MĂŒlltonne. Herr Evers vom Bezirksamt Altona verweist dazu auf den Online-Wegewart des Bezirksamts (http://www.hamburg.de/altona/wegewart-online/), wo man die Möglichkeit hat, direkt solche SchĂ€den und Probleme zu melden.

Ein Gast berichtet ĂŒber erhöhte LĂ€rmbelastung in der Juliusstraße durch Gastronomie und Bar-Betriebe sowie die GĂ€ste des Hostels „Superbude”.

Ein Gast weist darauf hin, dass es zur Zeit keine Straßenbeleuchtung im dritten Bauabschnitt der Straße Sternschanze gibt.

Top 03 Bewerbung fĂŒr den Stadtteilbeirat Sternschanze
Nicole Winter vom Elternbeirat der Ganztagsschule Sternschanze berichtet, dass der Elternbeirat sich gerne stĂ€rker vernetzen möchte und sich dazu am Stadteilbeirat beteiligen möchte. Der Vorstand des Vereins schlĂ€gt dazu als Lösung vor, dass sich Frau Anja DĂŒvel fĂŒr die Kategorie „Ehrenamtlich TĂ€tige” im Verein bewirbt, die zur Zeit nicht besetzt ist sowie Frau Winter fĂŒr eine Position als Vertreterin in derselben Kategorie. Die anwesenden Mitglieder des Beirats nehmen diesen Vorschlag an und beschliessen einstimmig die Aufnahme des neuen Beiratsmitglieds.

Top 05 Sicherheitsfond Florapark, Beratung und Abstimmung ĂŒber FörderantrĂ€ge
Der Vorstand stellt kurz die Ergebnisse der bislang geförderten zwei Projekte vor: Das Theater Sehnsucht hat eine mit zirka 100 SchĂŒlern gut besuchte Vorstellung seines StĂŒcks „Wilder Panther, Keks!” im FloraPark gespielt und auch die Veranstaltung des Kilimanschanzo e.V. war erfolgreich und gut besucht.

Der Zirkus Abrax Kadabrax stellt sich und seinen Förderantrag vor. Es handelt sich um keinen klas- sischen Zirkus mit unter anderem Tierdressur, sondern um einen reinen Kinderzirkus mit Mitmach-Angeboten im Bereich der Akrobatik. FĂŒr das zu fördernde Projekt plant der Zirkus den Einsatz von 3 ZirkuspĂ€dagogen mit Materialien und einem „Manegen-Teppich” ohne Zelt. Am Rande dieses Teppichs können Kinder dann an mehreren Stationen sich selbst unter Anleitung der Artisten an kleinen KunststĂŒcken versuchen. Der Zirkus hat bereits Vorerfahrung mit Ă€hnlichen Projekten im Hamburger Raum. Auch wenn sich das Angebot an Kinder richtet, ist es nach den Erfahrungen des Zirkus eher ein generationenĂŒbergreifendes Projekt, da auch die Eltern sich gerne mal an der einen oder anderen Übung versuchen.
Beantragt wird eine Fördersumme von 3.500,- Euro. Dieser Betrag versteht sich fĂŒr fĂŒnf Tage mit jeweils 4 Stunden Aktion im FloraPark. Der Zirkus möchte diese fĂŒnf Tage direkt hintereinander nutzen, da sich daraus eher Synergien ergeben als bei einer Verteilung der Veranstaltung auf mehrere Wochen. GĂ€ste des Beirats fragen nach, ob es bei der GrĂ¶ĂŸe des FloraParks nicht zu Platzproblemen kommen könnte, der Vertreter des Zirkus sieht da jedoch keine Problem. Ein Beiratsmitglied fragt nach dem genauen Ort fĂŒr die Veranstaltung und der benötigten FlĂ€che. Der Zirkus plant mit ungefĂ€hr 15 Quadratmetern FlĂ€che fĂŒr den Manegenteppich mit den „Stationen” und ein wenig freier FlĂ€che drumherum. Ein Beiratsmitglied möchte wissen, wie sich die angefragte Fördersumme errechnet. Der Zirkus rechnet mit 2.250,- Euro Honorar fĂŒr die drei ZirkuspĂ€dagogen (5 Tage ĂĄ 4 Stunden) sowie 1.250,- Euro fĂŒr Material, Anfahrt und Werbungskosten.
Ein Gast weist auf den fehlenden Bezug zur eigentlichen Problematik im FloraPark hin. Der Vorstand weist dazu auf die Zielsetzung des Runden Tisches, die „RĂŒckeroberung des öffentlichen Raumes” hin, die ja gleichzeitig Fördergrundlage fĂŒr die Mittelvergabe des Fonds ist. Dem Beirat ist bewusst, dass mit diesem Ansatz die Drogenproblematik selbst nicht gelöst werden kann.

Der Antrag des Zirkus Abrax Kadabrax wird vom Stadteilbeirat befĂŒrwortet.
Abstimmungsergebnis: Ja: 10 Nein: — Enthaltung: —

Aufgrund der Höhe der Summe muss sich der Zirkus jedoch auch noch beim Regionalausschuss 1 mit seinem Projekt vorstellen. Da der Regionalausschuss aber eine Sommerpause hat, wird sich der Zirkus in Vertretung bei der nÀchsten Sitzung des Hauptausschusses am 11.7.2013 vorstellen.

Ein Mitglied des Beirats fragt nach der Möglichkeit, bereits vor einer Beiratssitzung Informationen ĂŒber die AntrĂ€ge auf Fördermittel zu erhalten. Der Vorstand gibt zu bedenken, dass bisher die AntrĂ€ge teilweise recht kurzfristig vor der entsprechenden Beiratssitzung eingereicht wurden.

Top 06 Gefahrengebiet Sternschanze
Herr Lewandowski vom zustÀndigen Polizeikommisariat 16 kann leider nicht zur Beiratssitzung erscheinen, hat aber versprochen, bei der kommenden Sitzung nach der Sommerpause anwesend zu sein.
Der Vorstand berichtet darĂŒber, dass die Maßnahme „Gefahrengebiet” seit dem 1.6.2013 von der Polizei eingerichtet wurde. Die Maßnahme wird genauer erlĂ€utert. Ein Gast des Beirats, Herr Gerhold von der PiratenPartei berichtet ĂŒber seine EindrĂŒcke als Anlieger (das ParteibĂŒro grenzt an den FloraPark). Er sieht eine deutliche VerdrĂ€ngungsproblematik. Ein Mitglied des Beirates fragt nach, ob in Zusammenhang mit dem Gefahrengebiet Ă€hnlich wie auf der Reeperbahn ein Verbot von Glasflaschen im öffentlichen Raum durchzusetzen sei. Ein Mitglied des Vorstands berichtet als Teilnehmer am Runden Tisch, dass dort die Maßnahme „Gefahrengebiet” immer als unnötig abgelehnt wurde. Ein anderes Mitglied des Vorstands sieht bezĂŒglich der Maßnahme drei Probleme: 1. eine generelle Frage der KonformitĂ€t mit dem Grundgesetz, 2. das Ignorieren des Runden Tisches und 3. die VerhĂ€ltnissmĂ€ĂŸigkeit der Maßnahme. Es ergibt sich eine lebhafte Diskussion ĂŒber die Auswirkungen der Maßnahme „Gefahrengebiet”.
GĂ€ste und Mitglieder des Beirats berichten von FĂ€llen selektiver Kontrolle nach Hautfarbe durch die Polizei, der Vertreter der PiratenPartei sieht ein eventuelles Glasflaschenverbot als weiteren Eingriff in die individuellen Grundrechte, diese Aussage fĂŒhrt aber zu Protesten anderer GĂ€ste. Herr SĂŒllberg als Vertreter der GrĂŒnen wĂŒnscht sich eine Stellungnahme der Polizei bezĂŒglich der Notwendigkeit genau dieser Maßnahme, gibt aber auch als Teilnehmer des Runden Tisches nochmals zu bedenken, dass es sich im FloraPark um Drogenangebote von konkurrierenden Banden, nicht um Einzelpersonen handelt. Auch seien die neben der Drogenproblematik ebenfalls vorhandenen Probleme mit Alkohol in und um den FloraPark nur mit der Maßnahme „Gefahrengebiet” zu bekĂ€mpfen. Der Beirat stellt sich die Frage, ob die Polizei auch in dieser Richtung aktiv werden wird.
Herr Pfingsten-Wismer als Vertreter des Kilimanschanzo e.V. berichtet, dass es weiterhin zu nachweisbarem aggressiven Dealen im Park kommt, wĂŒnscht sich aber auch eine Stellungnahme der Polizei zur Maßnahme. Ein Mitglied des Vorstands berichtet, dass im Regionalausschuss 1 die Maßnahme nicht ordentlicher Bestandteil der Tagesordnung war und dementsprechend kein Vertreter der Polizei anwesend war.

Der Vorstand wĂŒnscht sich ein Meinungsbild der Anwesenden dazu, ob der Verein weiterhin an den Treffen des Runden Tisches FloraPark teilnehmen soll. Herr Pfingsten-Wismer berichtet, dass der Kilimanschanzo e.V. weiterhin an den Treffen des Runden Tisches teilnehmen wird und wĂŒnscht sich, dass der Standpunkt.Schanze e.V. ebenfalls weiterhin mit am Tisch sitzt.

Ergebnis des Meinungsbildes „Soll der Verein Standpunkt.Schanze e.V. sich weiterhin am Runden Tisch FloraPark beteiligen?”
Ja: 14 Nein: 4 Enthaltungen: 3

Der Vorstand des Vereins wird weiterhin an den Treffen des Runden Tisches teilnehmen, dort aber deutlich machen, dass es sich bei der Maßnahme „Gefahrengebiet” um einen Vertrauensbruch handelt.

Der Beirat beschliesst außerdem folgende Empfehlung:
EMPFEHLUNG 05/2013 – GEFAHRENGEBIET STERNSCHANZE
Der Stadtteilbeirat Sternschanze hĂ€lt die momentane Maßnahme der Polizei, das Schanzenviertel zum „Gefahrengebiet“ zu erklĂ€ren, zur Lösung der Probleme im Viertel fĂŒr unangemessen und bittet den Regionalausschuss 1 (in Vertretung den Hauptausschuss), auf die RĂŒcknahme der Maßnahme hinzuwirken.
Stattdessen setzt der Stadtteilbeirat auf die Maßnahmen des Runden Tisches und bittet den Regionalausschuss 1, weiterhin den Fokus auf die BeschlĂŒsse dieses Forums zu legen.

Abstimmungsergebnis:
Ja: 7 Nein: — Enthaltungen : 3

Top 07 Berichte vom Amt / kommende Termine
Der Vorstand berichtet von der letzten Sitzung des Regionalausschuss 1:
– Dem Weihnachtsmarkt in der Sternschanze wurde auch dieses Jahr eine Genehmigung erteilt, da keine aktenkundigen Beschwerden/Probleme vorlagen.
– Der Regionalausschuss 1 ließ sich ĂŒber die Möglichkeiten eines Business Improvement Districts im Stadtteil Sternschanze informieren, war sich aber im Anschluss einig, dass ein BID fĂŒr das Schanzenviertel nicht geeignet sei.

Der Vorstand berichtet von der letzten Sitzung des Kulturausschusses:
– Die Behörde fĂŒr Schule und Berufsbildung (BSB) will derzeit keine Entscheidung zur Ganztagsgrundschule Sternschanze treffen, sondern abwarten, wie sich der neue Sozialindex (KESS-Faktor) und die Anmeldezahlen auswirken.
– Die Empfehlung des Stadtteilberats zur„Wasserturm-Million“ liegt zunĂ€chst auf Eis, da noch keine Klarheit ĂŒber mögliche finanzielle Mittel der Stadt Hamburg fĂŒr die Instandsetzung herrscht. Es gibt jedoch auch keinen weiteren Beschluss zur Einsetzung einer neuen Vergabejury fĂŒr den verbliebenen Rest der Wasserturm-Million. Der Beirat sieht es daher als sinnvoll an, die Einsetzung einer neuen Jury erneut nachdrĂŒcklich zu empfehlen:

EMPFEHLUNG 06/2013 – NUTZUNG DER „WASSTERTURM-MILLION”
Der Stadtteilbeirat Sternschanze freut sich ĂŒber die Kenntnisnahme seiner Empfehlung 03/2013 vom 17.4.2013 durch den Regionalausschuss 1 beziehungsweise den Ausschuss fĂŒr Kultur und Bildung und bittet unter Hinweis auf die nicht lĂ€nger existente Jury zur Vergabe der Mittel (die jedoch Teil des von der Bezirksversammlung EimsbĂŒttel beschlossenen Verfahrens ist) um eine erneute Einsetzung einer Jury, unter Einbeziehung des Stadtteilbeirates Sternschanze.

Abstimmungsergebnis:
Ja: 10 Nein: — Enthaltungen : 0

– Im Rahmen der Abschiedsveranstaltung fĂŒr das Sanierungsgebiet St. Pauli Nord wurde darĂŒber informiert, dass im Zuge der auch dort bestehenden Sozialen Erhaltungsverordnung in der Zeit von Juli 2012 bis Mai 2013 insgesamt 10 FĂ€lle zur PrĂŒfung vorlagen, von denen alle genehmigt wurden. In diesen FĂ€llen “waren die Ziele nicht gefĂ€hrdet oder wurden durch Versagung von Einzelmaßnahmen bzw. ĂŒber Nebenbestimmungen in der Baugenehmigung gesichert“.

– Es fanden von Seiten des Bezirksamtes Altona verdeckte TestkĂ€ufe in den Kiosken des Viertels statt. Das Ergebnis war, dass in mehreren FĂ€llen unerlaubterweise Alkohol an MinderjĂ€hrige verkauft wurde.

– FĂŒr das Haus Schanzenstraße 27 (Mieter u.a. Gastronomie/Bar „Dschungel”) liegt kein Bauantrag vor.

– Der Bauantrag fĂŒr das GrundstĂŒck „Landschulze” auf dem Schulterblatt (siehe Protokoll der vierten Sitzung des Stadtteilbeirates) wurde nicht verlĂ€ngert.

– Auf dem GrundstĂŒck Juliusstraße/Schulterblatt finden offiziell immer noch Bauarbeiten statt.

– FĂŒr das GrundstĂŒck Rosenhofstraße, auf dem die Bauarbeiten wegen Insolvenz des Bauherren ruhen, ist noch kein neuer EigentĂŒmer bekannt.

– FĂŒr das Bauvorhaben „Neuer Kamp”, das bereits im Sanierungsbeirat vorgestellt wurde, wurde in Teilen eine Baugenehmigung erteilt.

– Der ZoofachhĂ€ndler Dabelstein hat bestĂ€tigt, dass er sein GeschĂ€ft nicht aufgibt und auch keine Verbindung mit den RĂ€umen des „Fouls Garden” geplant ist.

– Der B-Plan STERNSCHANZE 7 wird zur Zeit öffentlich ausgelegt. Weitere Informationen finden sich unter http://www.hamburg.de/altona/bebauungsplaene/3204632/sternzschanze07.html

– Der angekĂŒndigte VerfĂŒgungsfonds fĂŒr die Sternschanze ist noch nicht eingerichtet, es ist jedoch möglich, EinzelantrĂ€ge auf Förderung durch die Stadt bzw. das Bezirksamt Altona zu stellen.

– Die Stadt Hamburg hat fĂŒr den Bunker im FloraPark einen Kaufauftrag an die entsprechende Behörde erteilt. Das Konzept fĂŒr die Nutzung ist noch offen, es soll aber in jedem Fall unter BerĂŒcksichtigung der momentanen Nutzer (Kilimanschanzo e.V. und diverse Sprayer) erstellt werden. Das Bezirksamt möchte RISE-Mittel fĂŒr den Ausbau des Bunkers beantragen. Der Stadtteilbeirat beschließt dazu die folgende Empfehlung:

EMPFEHLUNG 07/2013 – BUNKER IM FLORAPARK
Der FloraPark ist fĂŒr den Stadtteil Sternschanze von großer Bedeutung. Die Stadt Hamburg beziehungsweise der Bezirk Altona hat jetzt die Gelegenheit, das GrundstĂŒck mit dem darauf befindlichen Bauwerk, dem Bunker, kĂ€uflich zu erwerben und baulich herzurichten.

Die vorhandenen Nutzungen am Bunker wie Klettern und Sprayen sind unverzichtbare soziale und stadtteilbezogene Elemente im Stadtteil. Eventuell könnte die Nutzung durch einen Raum fĂŒr das Jesus-Center und Nutzungsmöglichkeiten fĂŒr die Freiwillige Feuerwehr und den Kilimanschanzo e.V. erweitert werden, denn alle diese Institutionen sind entscheidende Anker im Sozialleben des Stadtteils Sternschanze.

In diesem Sinne ist der Bunker fĂŒr die Sicherung und einen eventuellen Ausbau der Nutzungsmöglichkeiten fĂŒr die Zukunft fit zu machen. Ein Nutzungskonzept sollte die bereits vorhandenen Nutzungen berĂŒcksichtigen und diese behutsam weiter entwickeln.

Der Stadtteilbeirat Sternschanze empfiehlt, fĂŒr diesen Zweck die entsprechenden Mittel aus dem RISE-Programm anzufordern beziehungsweise bereit zustellen. Der Regionalausschuss 1 wird gebeten, dieses Anliegen auch politisch zu unterstĂŒtzen.

Abstimmungsergebnis:
Ja: 10 Nein: — Enthaltungen : 0

Herr Evers bietet an, vor der nĂ€chsten Beiratssitzung im August eine FĂŒhrung durch den Bunker zu organisieren.

Kommende Termine
ACHTUNG! Sommerpause im Stadteilbeirat im Juli
12.08. 18:00 Uhr Regionalausschuss 1, Rathaus Altona, Kollegiensaal
14.08. 19:30 Uhr Beiratssitzung, JesusCenter
18.09. 19.30 Uhr Mitgliederversammlung des Standpunkt.Schanze e.V., JesusCenter

Protokoll vom 12.7.2013
Erstellt vom Standpunkt.Schanze e.V.

NACHTRAG ZUM PROTOKOLL
Zu TOP 04
Stadtteilbeirat Sternschanze
Protokoll der 5. Sitzung vom 19.6.2013
Eines der bereits bestehenden HĂ€user im Viertel mit einem identischen Konzept, das BETAHAUS an der Schilleroper, hat entgegen den Äußerungen von Herrn Neubauer inzwischen Insolvenz angemeldet.

Zu TOP 05
Der Hauptausschuss der Bezirksversammlung Altona hat auf seiner Sitzung am 11.07.2013 dem Antrag des Zirkus Abrax Kadabrax zugestimmt.

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