Stadtteilbeirat Sternschanze
Protokoll der 104. Sitzung vom 26.04.2023

PDF-Version des Protokolls

Der Beirat ist mit acht anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern beschlussf├Ąhig.

Tagesordnung
TOP 01 Anmerkungen zum Protokoll
TOP 02 Berichte
TOP 03 Der Verbindungsbahnentlastungstunnel (und was das f├╝r die Schanze bedeuten kann)
TOP 04 Anliegen von G├Ąsten und Mitgliedern
TOP 05 Antrag an den Verf├╝gungsfonds
TOP 06 Termine

TOP 01 Anmerkungen zum Protokoll der letzten Sitzung
Herr Stamm (Vertreter des Polizeikommissariats 16/PK16) merkt an, dass die Adresse des Kiosks Schanzenherz nicht wie im Protokoll geschrieben in der Schanzenstra├če sei, sondern Beim Gr├╝nen J├Ąger 26, vor dem Schulterblatt 1.
Weiterhin weist er darauf hin, dass er nicht wie im Protokoll angef├╝hrt nach weiteren Hundeauslaufzonen im Sternschanzenpark gefragt habe. Vielmehr habe er nur deutlich machen wollen, dass nach seinem Kenntnisstand die Fl├Ąchen um die Veranstaltungszonen herum auch noch zur Hundeauslaufzone geh├Âren.

TOP 02 Berichte
Kaffeer├Âsterei und Automatenkiosk
Frau L├Âwenstein (Vertreterin des Bezirksamtes Altona) berichtet, dass Herr Esselmann (Fachamtsleiter Verbraucherschutz beim Bezirksamt Altona) zusammen mit dem Fachbereich BauPr├╝f gezielte Kontrollen im Stadtteil durchgef├╝hrt habe.
Bei festgestellten Verst├Â├čen w├╝rden Bu├č- beziehungsweise Zwangsgelder festgesetzt, wobei letztere besonders im Wiederholungsfalle erhebliche H├Âhe erreichen k├Ânnten. Relevant sei bei den beiden genannten Betrieben deren Einstufung als Einzelhandel. Somit sei kein Ausschank im Laden sowie direkt vor den Betrieben zugelassen. Der Verkauf von Alkohol allerdings schon, was die Ahnung besonders schwierig werden lie├če.
Auch seien damit die bisherigen durchgehenden ├ľffnungszeiten des Automatenkiosks klare Verst├Â├če gegen das Laden├Âffnungszeitengesetz und dies werde nun geahndet. Es sei allerdings nicht auszuschlie├čen, dass der Besitzer rechtlich gegen die Entscheidung vorgehe.

Begr├╝nung vor Frank und Frei
Frau L├Âwenstein berichtet, die Experten des Gr├╝nfl├Ąchenamtes h├Ątten ihr mitgeteilt, dass f├╝r eine neue Bepflanzung der Fl├Ąche der alte Boden zun├Ąchst abgesaugt, dann neuer Boden aufgetragen und befestigt werden m├╝sse, wobei die Wurzeln der vorhandenen B├Ąume weiterhin jederzeit zug├Ąnglich bleiben m├╝ssten. Zus├Ątzlich m├╝sse gepr├╝ft werden, wie das Regenwasser auf der Fl├Ąche abflie├čen k├Ânne.

L├Ąrmgutachten
Das Ergebnis des L├Ąrmgutachtens sei mittlerweile unter https://tinyurl.com/mum5d2fv ├Âffentlich einsehbar, berichtet der Vorstand.
Ziel des L├Ąrmgutachtens sei es, die Emission bestimmten Verursachern zuzuweisen zu k├Ânnen. F├╝r das Gutachten seien Positionen in der Juliusstra├če und auf der Piazza ausgew├Ąhlt worden und f├╝r diese Positionen der Schallpegel unter verschiedene Belastungsphasen (Vollbelegung, halbe Belegung, ├ľffentlichkeit ohne Au├čengastronomie etc.) berechnet worden.
Das Ergebnis des Gutachtens sei, dass unabh├Ąngig von Belegung und Tages- oder Nachtzeit, die zul├Ąssigen Schallgrenzen immer ├╝berschritten w├╝rden. Schallemissionen durch den Verkehr seien hierbei noch nicht mit eingerechnet worden.
Herr Esselmann werde die Ergebnisse in der Folge in der Bezirksversammlung vortragen. Konsequenzen daraus seien allerdings erst in weiterer Zukunft zu erwarten, da die Ergebnisse vermutlich zun├Ąchst mit allen Bezirken und anschlie├čend bis in die h├Âchsten Instanzen von Politik und Verkehrsbeh├Ârde diskutiert w├╝rden.
Die Anwesenden diskutieren ├╝ber das Gutachten und spielen verschiedene M├Âglichkeiten und Konsequenzen durch. Es d├╝rfe nicht vergessen werden, dass viele Probleme, welche die AnwohnerInnen im Alltag belasten (als Beispiele werden Vandalismus, Glasscherben, Erbrochenes genannt) nicht nur den Gastronomien, sondern gerade auch den Kiosken zuzuschreiben seien. Eine L├Âsung m├╝sse also auch f├╝r diese Form des Konsums auf ├Âffentlichen Fl├Ąchen gefunden werden, merkt ein Bewohner und Mitglied des Beirats zum Abschluss des Themas an.

Ausgewiesene Hundeauslauffl├Ąchen
Frau L├Âwenstein verweist f├╝r die konkreten Vorgaben zur Hundeauslauffl├Ąche im Sternschanzenpark auf das offizielle Register f├╝r Hundeauslauffl├Ąchen hin: https://www.hamburg.de/altona/hunde-in-gruenanlagen/2076594/hundeauslaufflaechen-gepruefte-hunde/
Sie merkt an, dass im gesamten Park bis auf die eingezeichnete Fl├Ąche (https://tinyurl.com/38usymsj) Leinenzwang herrsche und die Auslauffl├Ąche nur f├╝r gepr├╝fte Hunde gelte. Die entsprechende Fachabteilung habe mitgeteilt, dass der Bestand im Register die aktuell g├╝ltige Sachlage darstelle; sollten ├änderungsw├╝nsche existieren, k├Ânne man sich mit diesen an den Ausschuss f├╝r Gr├╝n, Naturschutz und Sport wenden.
Die Anwesenden stellen fest, dass aus den Unterlagen klar hervorgehe, dass sich die Auslauffl├Ąche fast komplett mit der f├╝r die Veranstaltungen in den Sommermonaten ausgewiesenen Fl├Ąchen decke. Die Ausweisung und Verwendung der Fl├Ąchen sei jedoch zun├Ąchst eine politische Frage, bei ├änderungsw├╝nschen und Anmerkungen sei die politische Ebene der richtige Ansprechpartner, merkt Frau L├Âwenstein an.
Herr Stamm und einige G├Ąste stellen fest, dass bis vor kurzem eine Beschilderung f├╝r eine deutlich gr├Â├čere Fl├Ąche aufgestellt gewesen sei und somit suggerierte, dass diese auch zur offiziellen Auslauffl├Ąche geh├Âre. Da man diese Schilder nun entfernt habe, so Frau L├Âwenstein, scheine dies aktuell angepasst worden zu sein; die offizielle Fl├Ąche sei kongruent mit den im Register verzeichneten Grenzen.
Ein Beiratsmitglied, selbst als Kinoveranstalter auf der besagten Fl├Ąche aktiv, m├Âchte richtigstellen, dass es bewusst keine Z├Ąune um die Veranstaltungsfl├Ąche gebe. Diese sei somit bis zum Beginn des Kinobetriebes gegen zirka 21 Uhr uneingeschr├Ąnkt nutzbar. Weiterhin m├Âchte er auf die Gr├Â├če der von den Hunden gegrabenen L├Âcher hinweisen, die sie t├Ąglich wieder zusch├╝tten m├╝ssten.
Ein anderes Mitglied merkt an, der zur├╝ckgelassene Hundekot stelle seiner Meinung nach das einzige sp├╝rbare Problem durch die Anwesenheit der freilaufenden Hunde dar.

BaSchu Tischtennisplatte
Frau L├Âwenstein berichtet, dass die zweite besch├Ądigte BaSchu-Tischtennisplatte jetzt ersetzt worden sei.

Graffiti Projekt im Messetunnel
Frau L├Âwenstein berichtet, der Betreiber der Graffiti-Galerie OZM plane in Kooperation mit dem Bezirksamt und dem HVV ein Graffitiprojekt in der Unterf├╝hrung von der S-Bahn-Station Sternschanze in Richtung Messegel├Ąnde. Es solle eine ÔÇ×Hall of FameÔÇť f├╝r die dort bereits aktiven Jugendlichen werden, die von einem Sprayer langfristig betreut werde. Der Kulturausschuss habe daf├╝r bereits Gelder bewilligt.

Forschungsliteratur zur Sternschanze
Frau L├Âwenstein weist darauf hin, dass am 4. Juli ein Sammelband mit Forschungsergebnissen zur Touristifizierung der Sternschanze, herausgegeben von Prof. Dr. Kirschner und Anja Saretzki (beide Leuphana Universit├Ąt), erscheinen. Darin w├Ąren relevante Beitr├Ąge zum Thema Cornern enthalten, welche eine Bereicherung zur Perspektive der Anwohnenden darstellten. Es sei eine Buchvorstellung
im K├╝nstlerhaus Faktor e.V. geplant.

Baustelle Stromnetz Hamburg
Frau L├Âwenstein berichtet, ab dem 3.5.2023 w├╝rden im Bereich zwischen der Kreuzung Schanzenstra├če/Weidenallee und der Kreuzung Schanzenstra├če/Susannenstra├če weitere Bauarbeiten von Stromnetz Hamburg durchgef├╝hrt. Dazu werde es in den kommenden Tagen auch entsprechende Anwohnerinformationen geben: https://tinyurl.com/ymn645wa
Von Juni bis August ginge es Richtung Susannenstra├če, bis im September/Oktober die Deutsche Bahn AG (DB) voraussichtlich mit der Kampfmittelsondierung im Rahmen der Bauarbeiten an der Schanzenbr├╝cke beginne.

OMR Festival
Die Sperrung der Karolinenstra├če f├╝r Events des OMR Festivals st├╝nde jetzt fest, berichtet der Vorstand. Eine Textvorlage f├╝r eine Stellungnahme des Beirats dazu sei per E-Mail an die Beiratsmitglieder versandt worden und der Vorstand schl├Ągt vor, dar├╝ber nun zu beschlie├čen.
Ein Mitglied des Beirats merkt an, es habe heute einen gro├čen Artikel dazu im Hamburger Abendblatt gegeben. Darin sei auch der Quartiersbeirat Karolinenviertel zu Wort gekommen, ebenfalls mit der in der letzten Sitzung angesprochenen Argumentation, dass es sich hierbei um ein Privatevent und keines f├╝r die Allgemeinheit handele.
Der Vorstand erg├Ąnzt, dass besonders die Begr├╝ndung f├╝r die Sperrung aus seiner Sicht nicht angemessen sei, da aus Erfahrungen mit anderen, wesentlich gr├Â├čeren Events sichtbar werde, dass es keine Sperrung brauche, um die Teilnehmenden die Stra├če ├╝berqueren zu lassen.
Der Beirat stimmt ├╝ber die Ver├Âffentlichung der Stellungnahme im versandten Wortlaut ab.
Ja: 6 Enthaltung: 2 Nein: ÔÇö

TOP 03 Der Verbindungsbahnentlastungstunnel (und was das f├╝r die Schanze bedeuten kann)
Der Vorstand berichtet, dass im Verkehrsausschuss der Hamburger B├╝rgerschaft eine technische Machbarkeitsuntersuchung f├╝r den Verbindungsbahnentlastungstunnel (VET) f├╝r die Strecke vom Hauptbahnhof nach Westen vorgestellt wurde. Diese Strecke sei aktuell ├╝berlastet (140%) und ein Assessment im Rahmen des Deutschlandtakts habe ergeben, es w├╝rden noch weitere drei Regionalverbindungen pro Stunde und Richtung ben├Âtigt. Die daraus resultierende Idee sei nun, die S-Bahn in einen Tunnel zu verlegen und die bisher f├╝r die S-Bahn genutzten Gleise f├╝r Regionalz├╝ge zu nutzen.
Die technischen Machbarkeitsuntersuchung habe drei bzw. f├╝nf Optionen ergeben (zwei Optionen haben jeweils zwei Varianten), von denen nur eine einen Erhalt der S-Bahn-Station Sternschanze vorsieht.
Am Hauptbahnhof selbst gebe es nur eine technisch machbare Variante, n├Ąmlich eine neue unterirdische Station neben der bestehenden unter dem Hachmannplatz.
In Bezug auf den jetzigen Bahnhof Altona und den geplanten Bahnhof Diebsteich sei der Tunnelverlauf in allen Varianten ab dem Abzweigebauwerk Kaltenkirchener Platz ebenfalls identisch.
Bei der Variante ÔÇ×Basis-Trasse MitteÔÇť w├╝rde der Tunnel in etwa unter den bestehenden Gleisen verlegt, das hei├čt, die S-Bahn-Stationen Sternschanze, Holstenstra├če und Dammtor w├╝rden unterirdisch neu gebaut werden. Ein Vorstandsmitglied f├╝hrt aus, dass diese Variante wohl eher unwahrscheinlich sei, da damit bei etwa gleichen Kosten wie in den anderen Varianten keine Neuerschliessung verbunden sei, w├Ąhrend man Sternschanze und Holstenstra├če weiterhin ├╝ber den Regionalverkehr hochfrequent an den Hauptbahnhof anbinden k├Ânnte. Die direkte Bahnanbindung nach Altona fiele dann allerdings weg.

Stattdessen werde es vermutlich eher entweder die ÔÇ×Nord-VarianteÔÇť ├╝ber den Schlump, oder die ÔÇ×S├╝d-VarianteÔÇť ├╝ber die Feldstra├če werden, die je nach Variante jeweils eine oder zwei neue Haltestellen mit sich bringen w├╝rden, so der Vorstand. F├╝r die ÔÇ×Nord-VarianteÔÇť spr├Ąche zus├Ątzlich, dass dadurch eine sehr erw├╝nschte Verbindung mit der U2 entst├╝nde. F├╝r die ÔÇ×S├╝d-VarianteÔÇť spr├Ąche, dass dadurch der Dom- und Stadion-Verkehr entlastet werde.
Die Kosten f├╝r alle Varianten l├Ągen ├Ąhnlich hoch, daher werde man sich wahrscheinlich f├╝r eine der Varianten entscheiden, die Anbindungsl├╝cken schlie├čen k├Ânnten, so der Vorstand weiter. Damit w├╝rden die bestehenden Bahnh├Âfe Sternschanze und Holstenstra├če zu reinen Regionalbahnh├Âfen, womit weitere Bauma├čnahmen erfolgen m├╝ssten, um die Stationen an diese Anspr├╝che (beispielsweise die Zugl├Ąngen) anzupassen. Der Tunnelbau an sich werde voraussichtlich keine gro├čen Beeintr├Ąchtigungen f├╝r Anwohner mit sich f├╝hren, allerdings w├╝rden der Start- und der Zielschacht sowie die jeweils in offener Bauweise zu erstellenden neuen Haltestellen gro├če Eingriffe und Baustellen mit sich bringen.

Ein Mitglied des Beirats merkt an, dass nicht nur die Bauma├čnahmen selbst eine Beeintr├Ąchtigung darstellten, sondern langfristig auch die geplante Erh├Âhung des oberirdischen Regionalverkehrsaufkommens in Form von L├Ąrmbelastung. Frau L├Âwenstein wendet ein, dass der L├Ąrmschutz eventuell aktualisiert w├╝rde.

Ein Mitglied des Vorstands erg├Ąnzt zum Zeitplan, Ende des Jahre solle ein Planfeststellungsverfahren bez├╝glich der Trassenf├╝hrung abgeschlossen sein. Der Tunnel solle generell bis 2040 gebaut worden sein, wonach noch f├╝nf Jahre oberirdisch gebaut werden m├╝sse. Es sei nicht mit einem Baubeginn vor dem Jahr 2030 zu rechnen. Im Rahmen einer kurzen Diskussion dar├╝ber, welche Faktoren dies wahrscheinlich verz├Âgern w├╝rden, berichtet der Vorstand, die DB habe angeboten, dem Beirat die Planungen f├╝r den VET pers├Ânlich vorzustellen. Dies biete Gelegenheit, um tiefgehendere Fragen zu stellen und Feedback zum Vorhaben zu geben.
Der Vorstand erg├Ąnzt, dass gegebenenfalls die sogenannte ÔÇ×Brammerfl├ĄcheÔÇť an der Max-Brauer-Allee / Ecke Schulterblatt als Baustelleneinrichtungsfl├Ąche geeignet w├Ąre. Das bedeute, dass mindestens bis zum Abschluss des Tunnelbaus dort kein Wohnungsbau stattfinde.

TOP 04 Anliegen von G├Ąsten und Mitgliedern
Lichtverschmutzung
Ein Gast berichtet, dass die Lichtverschmutzung durch Leuchtreklame und ├Ąhnliche technische Einrichtungen immer weiter zunehme. Er wohne auf dem Schulterblatt zwischen Biggis Shop und dem neuen Automatenkiosk. Der Einzelhandel sowie die Gastronomie dort w├╝rden immense Lichtverschmutzung erzeugen, die es teilweise nachts in seiner Wohnung taghell mache.
Auf die Frage, wie weit diese Entwicklung noch gehen solle, berichtet der Vorstand, es g├Ąbe diesbez├╝glich Grenzwerte und verweist auf einen zur├╝ckliegenden Fall von Problemen mit einer Leuchtreklame in der Eifflerstra├če, wo Grenzwerte gemessen und im Nachgang die Intensit├Ąt angepasst worden seien. Frau L├Âwenstein bietet an, der Gast k├Ânne ihr seine Anschrift mailen und um welche Lichtquellen es sich insbesondere handele, sie w├╝rde dies dann an die Fachamts-KollegInnen weiterleiten.

Anwohnerparkzonen
Ein Gast berichtet, dass besonders seit der Aufhebung der Beschr├Ąnkungen im Rahmen der COVID-19-Pandemie es noch schwieriger als vorher sei, Parkpl├Ątze zu finden ÔÇô auch, da deren Anzahl de facto
durch Nutzung f├╝r Au├čengastronomie und Baustellen stark reduziert worden sei.
Ein Mitglied des Vorstands berichtet, in gleicher Sache von einem Nachbarn angesprochen worden zu sein. Dieser habe geklagt, auch in den Nachtstunden nach seiner Sp├Ątschicht keinen Parkplatz zu finden. Zwar sei das auch vor Einrichtung des Bewohnerparkens ├Ąhnlich gewesen, aber er k├Ânne jetzt nicht mehr auf Parkpl├Ątze ÔÇ×drei Stra├čen weiterÔÇť ausweichen, weil diese nun zu einer anderen Anwohnerparkzone geh├Ârten.
Der Vorstand berichtet au├čerdem, das Bewohnerparken k├Ąme auch bei den Gewerbetreibenden nicht gut an, weil die AnwohnerInnen gegen├╝ber Lieferverkehr und Mitarbeitenden bevorzugt w├╝rden. Diesbez├╝glich habe die Handelskammer Hamburg (HK) eine Forderung nach einem Moratorium gestellt und einen Stopp f├╝r die Ausweisung neuer Anwohnerparkzonen gefordert. Kurz darauf habe die Verkehrsbeh├Ârde dieses Moratorium sowie den Stopp f├╝r neue Bewohnerparkzonen verk├╝ndet. Daraus folge nun ein intensiver Dialog.
Ein Mitglied des Beirats erg├Ąnzt, dass das Handeln der Verkehrsbeh├Ârde nicht nur auf den Forderungen der HK, sondern auch auf vielen Beschwerden ├╝ber die Anwohnerparkzonen vor ├Âffentlichen Einrichtungen oder Beh├Ârden beruhe, dahingehend, dass die Mitarbeitenden/BesucherInnen keine Parkpl├Ątze mehr f├Ąnden.
Ein Mitglied des Beirats merkt an, es g├Ąbe vermutlich auch Gebiete, in denen es funktioniere und wo sich die 65 Euro im Jahr f├╝r den Bewohnerparkausweis lohnten. Insbesondere in Gebieten wie in der Sternschanze, wo die Dichte von Einzelhandel und Gastronomie extrem hoch sei, w├╝rde es aber nicht funktionieren. Abgesehen davon gebe es ein florierendes Gesch├Ąft mit illegal weiterverkauften Anwohnerausweisen, so dass eine ├ťberauslastung der Parkplatzkapazit├Ąten bereits alleine durch Autos mit Anwohnerausweis die Folge sei. Hinzu komme, dass die Zonen zu kleinteilig seien. Dies zusammen f├╝hre jetzt dazu, dass die Verkehrsbeh├Ârde etwas unternehmen wolle.
Auf Nachfrage erg├Ąnzt der Vorstand, das Problem, dass die Grenzen der Zonen in der Lagerstra├če nicht klar ersichtlich seien, best├╝nde weiterhin.

Kioske in der Bartelsstra├če
Ein Gast berichtet, er wohne in der Bartelsstra├če und nehme die Kombination der Kioske Schanzenpost und Lottoannahmestelle direkt gegen├╝ber als starke L├Ąrmbelastung wahr. Zus├Ątzlich w├╝rde der Kiosk in der Bartelsstra├če 39 ordnungswidrig Campingm├Âbel aufstellen, welche die L├Ąrmentwicklung beg├╝nstigten.
Das Einschalten der Polizei habe den L├Ąrm nur genau f├╝r die Dauer der Anwesenheit von drei (!) Streifenwagen gemindert, direkt danach sei der L├Ąrmpegel wieder gleich hoch gewesen. Vorschl├Ąge seitens des Gastes, wie man anders vorgehen k├Ânne, um den L├Ąrm langfristig zu unterbinden oder ├╝berhaupt festzustellen, habe die Polizei mehrfach unfreundlich und harsch abgewiesen, so dass dieser sich weder ernstgenommen noch unterst├╝tzt gef├╝hlt habe. Beim Notruf 110 sei er ebenso abgewiesen worden mit dem Hinweis, er w├╝rde den Notruf missbrauchen. Er f├╝hle sich zunehmend insbesondere gegen├╝ber dem Kiosk in der Bartelsstra├če 39 sehr hilflos, er sei bedroht worden, sein Fahrrad sei umgeworfen worden und ihm sei gesagt worden, er solle selbst mit den feiernden Kunden des Kiosk reden. Auch bei der Schanzenpost werde er bedroht und habe Hausverbot erhalten, nur weil er gebeten hatte, den L├Ąrm zu reduzieren.
Frau L├Âwenstein bittet das Mitglied um eine schriftliche R├╝ckmeldung bei ihr, denn sie sei daf├╝r als Stadtteilkoordinatorin die richtige Ansprechperson, die solche Anliegen auch in Zukunft an die jeweiligen Zust├Ąndigkeitsbereiche weiterleiten k├Ânne.
Der Vorstand erkl├Ąrt sich bereit, eine E-Mail, welche der Gast bereits an diesen gesendet habe, an Frau L├Âwenstein weiterzuleiten.
Der Vorstand merkt an, es sei trotzdem weiterhin sinnvoll, bei der Polizei anzurufen, da das in die Akten zur jeweiligen Angelegenheit als ÔÇ×BeschwerdelageÔÇť eingehe und Handlungsdruck erzeuge beziehungsweise zeige, dass es sich nicht um einen Einzelfall handele.
Der Vertreter des PK16 sagt zu, er w├╝rde mit der Einsatzzentrale reden und die Angelegenheit zur Sprache bringen.

TOP 05 Antrag an den Verf├╝gungsfonds
Der Vorstand bittet um eine Abstimmung ├╝ber einen ├änderungsantrag. Letztes Jahr habe der Beirat 1.000 Euro aus dem Verf├╝gungsfonds dem Projekt BaSchu-Oase zugesprochen. Dabei sei es um verschiedene Aktionen auf dem Gel├Ąnde des BaSchu gegangen, von denen einige nun in anderer Form
geplant seien.
Ein Vertreter des Projektes gibt einen Flyer herum und stellt das Vorhaben und den Stand kurz vor. Man habe aktuell 500 Euro f├╝r unterschiedliche Aktionen auf dem BaSchu-Spielplatz ausgegeben, beispielsweise eine Pflanzenb├Ârse oder einen Sonnenblumenwettbewerb.
Nun h├Ątten sie sich aktuell gegen eine gr├Â├čere Aktion entschieden und wollen stattdessen weitere Aktionen f├╝r aktuell im Schnitt jeweils 20-30 Personen planen, z.B. einen F├Ąrbe-Workshop, erg├Ąnzende Bepflanzung von Beeten, Winterfutter-Aktionen mit Kindern. Man w├╝nsche sich nun die Zustimmung des Beirats, den Verwendungszweck der Gelder daf├╝r umzuwidmen.
Der Beirat stimmt einstimmig f├╝r die Umwidmung.
Ja: 8 Nein: ÔÇö Enthaltung: ÔÇö

TOP 05 Termine
10.05. 18:00 Uhr Sitzung des ArsW-Ausschusses, Rathaus Altona, Kollegiensaal
24.05. 19:30 Uhr n├Ąchste Beiratssitzung, JesusCenter, Schulterblatt 63

Protokoll vom 22.05.2023
erstellt vom Standpunkt.Schanze e.V.

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