Stadtteilbeirat Sternschanze
Protokoll der 99. Sitzung vom 26.10.2022

PDF-Version des Protokolls

Der Beirat ist mit neun stimmberechtigten Mitgliedern beschlussfÀhig.

Tagesordnung
TOP 01 Anmerkungen zum Protokoll der letzten Sitzung
TOP 02 Berichte

TOP 03 Bauarbeiten auf dem gesamten Schulterblatt (mit Gästen von Stromnetz Hamburg) 
TOP 04 Anliegen von Gästen und Mitgliedern 
TOP 05 Termine

TOP 01 Anmerkungen zum Protokoll der letzten Sitzung
Da einige Termine im letzten Protokoll kurz nach der Beiratssitzung stattfanden, wĂŒnschten sich einige Beiratsmitglieder eine bessere Kommunikation solcher Termine. Der Vorstand weist nochmals darauf hin, dass alle Termine, die bis zur Beiratssitzung bekannt sind, in der PrĂ€sentation enthalten sind und dass die PrĂ€sentation normalerweise sehr kurzfristig nach der Beiratssitzung online unter www.standpunktschanze.de zu finden sei. Bei extrem kurzfristigen Terminen (wie auf der letzten Sitzung dem BV-Termin am kommenden Tag) sei ein Kommunizieren leider mit den personellen Ressourcen des Vorstands nicht möglich.
Es wird vorgeschlagen, trotzdem fĂŒr Termine, die zwischen den Beiratssitzungen stattfinden und nicht in der PrĂ€sentation enthalten waren, öfter eine Rundmail an den gesamten Verteiler zu schreiben. ZusĂ€tzlich bietet der Vorstand an, Termine, die sich erst wĂ€hrend der Beiratssitzung ergeben, noch nachtrĂ€glich in die PrĂ€sentation zu integrieren.

TOP 02 Berichte 
Bunkerklappe im Sternschanzenpark
Im Sternschanzenpark befindet sich an einem ehemaligen Bunker (Ausgang Richtung Schlump) eine ungesicherte Klappe fĂŒr den Zutritt, so der Vorstand. Diese sei aufgrund ihres Gewichts ein Sicherheitsrisiko fĂŒr spielende Kinder, da diese sie von innen vermutlich alleine nicht wieder öffnen könnten. Die Information sei an das Bezirksamt weitergegeben worden. Von dort habe es eine RĂŒckmeldung gegeben: es sei geplant, die Klappe demnĂ€chst dauerhaft zu verschweißen (nachdem in der Vergangenheit VorhĂ€ngeschlösser immer wieder entfernt worden seien). Man habe den Bunker bisher als Fledermausquartier in Betracht gezogen, zur Zeit liefe noch eine FledermauszĂ€hlung im Park. Ein Mitglied des Beirats berichtet, dass aktuell die Klappe noch offen sei.

Beleuchtung im FloraPark
Laut Bezirksamt wurde die Beleuchtung im FloraPark erneuert. Einige der Anwesenden berichten aber, dass sie immer noch recht dunkel sei. Gerade fĂŒr Kinder und Jugendliche erscheine der Zugang zum FloraBunker (der ja seit der Eröffnung der Innennutzung verstĂ€rkt frequentiert werde) im Moment eher „unsicher“, speziell der Weg in Richtung Schulterblatt.

TOP 03 Bauarbeiten auf dem gesamten Schulterblatt (mit GĂ€sten von Stromnetz Hamburg)
Zu Gast sind zwei Mitarbeiter der Firma Stromnetz Hamburg. Herr Rieken stellt sich und das Unternehmen vor. Stromnetz Hamburg sei aus einem RĂŒckkauf des Energienetzes vom Unternehmen Vattenfall hervorgegangen und im Besitz der Stadt Hamburg. Entgegen hĂ€ufiger Vermutung betreibe Stromnetz Hamburg ausschließlich das Leitungsnetz in Hamburg, erzeuge selbst aber keinen Strom. Zu anderen Aufgaben des Unternehmens gehöre unter anderem auch das Ablesen von StromzĂ€hlern und der Betrieb von LadesĂ€ulen fĂŒr die ElektromobilitĂ€t (letzteres werde aber voraussichtlich Ende 2023 an das Unternehmen HamburgEnergie abgegeben).
Bei der ProjektprĂ€sentation des heutigen Abends gehe es um die Stromversorgungsleitung, die die GebĂ€ude der Straße Schulterblatt anbinde. Diese werde saniert beziehungsweise modernisiert. Im Zuge dieser Arbeiten komme es auch im weiteren Verlauf der Leitung zu Bauarbeiten: ĂŒber den Neuen Pferdemarkt hinweg auf die SĂŒdseite der Straße Neuer Kamp. An dieser Stelle wĂŒrden die Bauarbeiten bereits im November beginnen.
Generell seien Stromkabel in Hamburg immer sehr eng an der GrundstĂŒcksgrenze verlegt, im Schulterblatt durchschnittlich etwa 30 cm von den HĂ€usern entfernt. Von dieser Versorgungsleitung aus wĂŒrden dann die jeweiligen HausanschlĂŒsse abzweigen. Allerdings verlaufe im Schulterblatt die Versorgungsleitung auf der SĂŒdseite (Rote Flora), die Nordseite habe keine eigene Versorgungsleitung und sei mit an dieselbe Versorgungsleitung angeschlossen. Dies bedeute, dass auf der Nordseite keine Bauarbeiten stattfinden wĂŒrden. Man werde aber wahrscheinlich zwischenzeitlich ParkflĂ€chen auf der Nordseite fĂŒr Baustellenbedingte Lagerung nutzen.
Die Bauarbeiten im Schulterblatt wĂŒrden nach aktuellem Planungsstand im November 2022 beginnen und bis zirka zum Oktober 2023 andauern. Dabei sei das Schulterblatt aber in 4 Bauabschnitte unterteilt, so dass es nicht zu Bauarbeiten ĂŒber die gesamte LĂ€nge der Straße komme. Begonnen werde mit den Bauarbeiten an der Kreuzung Schulterblatt/Max-Brauer-Allee.
Innerhalb eines Bauabschnittes werde immer die gesamte Strecke ausgehoben und erst bei Beendigung des Bauabschnittes wieder zugeschĂŒttet. Ausnahme seien die Straßen und Kreuzungen: hier werde in möglichst kurzer Zeit Leerrohr verlegt, durch dass dann spĂ€ter die Leitung geschoben werden könne. Daher sei nur jeweils eine halbseitige Sperrung von Straßen und Kreuzungen geplant, so dass keine Straße komplett geschlossen werden mĂŒsse.
Bei den GebĂ€uden sei geplant, fĂŒr GeschĂ€fts- und HauszugĂ€nge jeweils behelfsmĂ€ĂŸige ZugĂ€nge ĂŒber die SchĂ€chte zu legen. Es werden einige Beispiele fĂŒr solche ZugĂ€nge gezeigt.
Wo die Gehwegbreite dies erlaube, sei geplant, den FußgĂ€ngerweg eingeschrĂ€nkt zu erhalten. Dort, wo dies nicht möglich sei, werde der Gehweg in Richtung Fahrbahn verlegt.
Es wird erwĂ€hnt, dass die Ausschachtungen es an bestimmten Stellen eventuell auch den HauseigentĂŒmern erlauben wĂŒrden, ihre GebĂ€udeisolierung zu erneuern.

Ein Beiratsmitglied möchte wissen, wie genau sich Zeitspannen fĂŒr andere Arbeiten an den GebĂ€uden (beispielsweise GerĂŒstarbeiten) beziehungsweise Sperrzeiten dafĂŒr angeben lassen.
Herr Rieken antwortet, dass sich dies normalerweise zirka auf einen Monat genau angeben lasse. Allerdings seien beispielsweise bei Frost keine Arbeiten fĂŒr Stromnetz Hamburg möglich, dadurch könnten sich gegebenenfalls Zeitverschiebungen ergeben. GerĂŒstbauer wĂŒrden aber normalerweise ihre Zeiten mit den Behörden abstimmen, so dass sie auch immer den aktuellen Planungsstand erhielten.

Zu einer Frage nach eventuellen Stromabschaltungen erwidert Herr Rieken, dass bei Umschaltung auf das neue Leitungsnetz der Strom voraussichtlich fĂŒr einen Vormittag abgeschaltet werden mĂŒsse. Dies erfolge natĂŒrlich mit vorheriger Information der betroffenen Haushalte.

Eine generelle KampfmittelprĂŒfung sei bereits vorgenommen worden, aber DetailprĂŒfungen seien teilweise noch im Zuge der Bauarbeiten nötig.

Ein Mitglied des Beirats möchte wissen, ob vorhandene Außengastronomie eventuell fĂŒr die Zeit der Bauarbeiten auf ParkflĂ€chen ausgelagert werden könne. Herr Rieken erwidert, dass generell die Baustelle ĂŒber die LĂ€nge eines Bauabschnittes immer offen sei. Dabei mĂŒsse teilweise Material nahe der Baustelle gelagert werden. Da dies bedeute, dass dort FußgĂ€ngerverkehre umgeleitet werden mĂŒssen, gehe er davon aus, dass die ParkflĂ€chen fĂŒr den FußgĂ€ngerverkehr genutzt wĂŒrden und nicht fĂŒr Außengastronomie zur VerfĂŒgung stĂŒnden.

Ein Mitglied des Beirats Ă€ußert den Wunsch nach einer möglichst genauen Planung, um Probleme mit den Anwohnern und den Touristenströmen durch rechtzeitige VorankĂŒndigungen zu vermeiden.

Ein Mitglied des Beirats möchte wissen, ob sich durch die Sanierung die LeistungsfĂ€higkeit des Netzes vergrĂ¶ĂŸert. Dies wird bejaht.

Herr Rieken verweist zum Abschluss auf ausliegende Flyer fĂŒr den Beginn der Bauarbeiten am Neuen Pferdemarkt. Der Beirat bedankt sich fĂŒr die PrĂ€sentation und lĂ€dt Stromnetz Hamburg ein, bei PlanungsĂ€nderungen und anderen Bauarbeiten gerne wieder den Stadtteilbeirat zu informieren.

TOP 04 Anliegen von Gästen und Mitgliedern
BlĂŒhwiesen am Bahndamm
Ein Mitglied des Vorstands berichtet von Neuigkeiten beim BlĂŒhwiesenprojekt. Dort sei man zur Zeit dabei, zirka 2.000 Blumenzwiebeln einzusĂ€en. Über die Winterzeit sei dann kein regelmĂ€ĂŸiges Treffen mehr geplant.
Die aktuellen Termine seien aber immer auch im Kalender auf www.standpunktschanze.de zu finden.

Veranstaltungen im Sternschanzenpark
Ein Mitglied des Beirats möchte ĂŒber die Auswirkungen der Veranstaltungen im Sternschanzenpark (sowohl wĂ€hrend der Veranstaltungen als auch im Nachgang) auf andere ParknutzerInnen sprechen. Wenn es — wie auf einer der letzten Sitzungen berichtet — laut Aussage der Polizei keine Problemlage gebe, habe dies seiner Meinung nach mit der Kommunikationskultur im Stadtteil zu tun: man spreche direkt miteinander.
Er gibt einige Beispiele, bei denen sich immer wieder Probleme ergeben hÀtten:
– So sei die FlĂ€che, die ja auch die ausgewiesene HundeauslaufflĂ€che im Park sei, durch großflĂ€chige Absperrungen nicht wie vereinbart wĂ€hrend der Kinoveranstaltungen tagsĂŒber fĂŒr die Hundebesitzer nutzbar gewesen.
– Dadurch, dass das Zelttheater der erste FlĂ€chennutzer der Saison sei, könne auf den FlĂ€chen kein Gras wachsen und spĂ€testens bei den Kinoveranstaltungen sei die FlĂ€che nur noch „WĂŒste“.
– Es sei immer wieder zu unerlaubten Fahrzeugnutzungen im Park gekommen: teilweise hĂ€tten dort unter anderem auf den Rettungswegen und auf den GrĂŒnflĂ€chen Fahrzeuge geparkt, zudem sei Material-An-und Abtransport statt ĂŒber die Zuwegungen ĂŒber die GrĂŒnflĂ€chen quer durch den Park erfolgt.
– MikromĂŒll wie Kronkorken, Glasscherben, Kippen oder Werbekulis mĂŒssten von den Veranstaltern nach Ende der Veranstaltungen beseitigt werden oder gleich bei den Veranstaltungen vermieden werden. Diese seien aber immer noch auf der FlĂ€che zu finden.
Ein Mitglied des Beirats (selbst Veranstalter auf der FlĂ€che) wĂŒnscht sich ein persönliches GesprĂ€ch mit dem berichtenden Beiratsmitglied.

GrĂŒnpatenschaften
Der Vorstand berichtet darĂŒber, dass aus Bezirkspolitik und Bezirksamt entsprechende BeschlĂŒsse vorliegen, GrĂŒnpatenschaften (auch finanziell) zu fördern.

FĂŒreinanderSchanze
Der Vorstand informiert darĂŒber, dass FĂŒreinanderSchanze zum Abschluss seines Projekts vom 3.-5.10.2022 eine Nachbarschaftsgalerie in der Juliusstraße 20 eingerichtet hat. Ausgehend von dort wird es eine Vielzahl von Veranstaltungen (Fotogalerie, Druckwerkstatt, StadtteilrundgĂ€nge) geben sowie eine Abschlussveranstaltung am Samstag, dem 5.11.2022 ab 18 Uhr.

Kurdisches Filmfestival
Der Vorstand weist nochmals auf das unter anderem durch den VerfĂŒgungsfonds des Stadtteilbeirats geförderte Kurdische Filmfestival vom 26.-31.10.2022 unter anderem im Kino 3001 hin.

Kreiselkonzerte
Der Vorstand weist auf eine Einladung der Initiative SternbrĂŒcke fĂŒr ein Konzert mit INFUNK am 27.10. hin. Ein Mitglied des Vorstands ergĂ€nzt, dass bereits seit lĂ€ngerem immer donnerstags am Kreisel neben der SternbrĂŒcke Protestkundgebungen mit Konzert stattfinden.

Informationen zur SchanzenbrĂŒcke
Nach Informationen von Anwohnern hat nun ganz kurz vor Ende der Einspruchsfrist zur Planauslegung zum Bauvorhaben SchanzenbrĂŒcke die Deutsche Bahn AG (DB) begonnen, auch die direkt betroffenen AnwohnerInnen und Gewerbetreibenden auf das Bauvorhaben und die Auswirkungen der BaueinrichtungsflĂ€che vor den GebĂ€uden hinzuweisen.

TOP 05 Termine 
01.11. ab 16 Uhr Pflanz- und Pflegeaktion Blühwiesen (nicht bei Regen), Bahndamm Sternschanze, zwischen S- und U-Bahn
3.-5.11. jeweils 12-20 Uhr Abschlussveranstaltung Füreinander Schanze, Nachbarschaftsgalerie, Juliusstraße 20
09.11. 18 Uhr Sitzung des ArsW-Ausschusses, Bürgerhaus Bornheide, rotes Haus, Bürgersaal
23.11. 19:30 Uhr nÀchste Beiratssitzung, JesusCenter, Schulterblatt 63

Protokoll vom 19.11.2022
erstellt vom Standpunkt.Schanze e.V.

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