Der Beirat ist mit 9 anwesenden Stimmberechtigten beschlussfähig.
Tagesordnung
TOP 01 Anmerkungen zum Protokoll
TOP 02 Berichte
TOP 03 Neues zur Schanzenbrücke (mit Gästen der Deutsche Bahn AG)
TOP 04 Anliegen von Gästen und Mitgliedern
TOP 05 Termine
TOP 01 Anmerkungen zum Protokoll der letzten Sitzung
Es gibt keine Anmerkungen zum Protokoll.
TOP 02 Berichte
Empfehlung Verkehrskonzept Sternschanze im Mobilitätsausschuss
Der Vorstand berichtet über den Stand der fortgesetzten Beratungen im Mobilitätsausschuss für eine Anpassung des Verkehrskonzepts angesichts der immer höheren Verkehrsdichte in der Sternschanze.
Der auf einer Empfehlung des Stadtteilbeirats aus dem Jahr 2021 basierend Antrag der GRÜNEN-Fraktion war im Ausschuss bereits Ende 2025 zweimal nicht zur Abstimmungsreife gelangt. Die Ausschussmitglieder baten damals Antragssteller, Fachbehörden und auch den Stadtteilbeirat um zusätzliche Informationen zu bisher ungeklärten verkehrsrechtlichen Fragestellungen und um eine Einschätzung, inwieweit die 2021 erarbeiteten Empfehlungen der aktuellen Situation noch gerecht werden.
Seitens des Stadtteilbeirats wurden daraufhin aktualisierte Empfehlungen erstellt und Ende 2025 an den Ausschuss und die Fraktionen gegeben. Unter anderem wurden Verkehrsversuche mit unterschiedlichen Varianten einer geänderten Verkehrsführung zur Begrenzung des Fahrzeugaufkommens angeregt (siehe dazu die Protokolle des. Stadtteilbeirats aus Oktober bzw. November 2025 10/25).
In der Sitzung des Mobiltätsausschusses wurde bekannt, dass inzwischen eine Ablehnung dieser Verkehrsversuche durch die Innenbehörde erfolgt sei. Es lägen seitens der Verkehrsbehörde keine Erkenntnisse zu einer durch die Verkehrsdichte bedingten erhöhten Gefahrensituation oder von Unfallschwerpunkten in der Sternschanze vor. Eine solche Gefahrenlage sei jedoch laut Innenbehörde die Voraussetzung für Verkehrsversuche.
Nach wie vor sähen die Mitglieder des Verkehrsausschusses auch für die übrigen, bereits in den vergangenen Protokollen beschriebenen Antragspunkte, weiteren Klärungsbedarf. Zu einer Abstimmung über den Antrag sei es daher auch dieses Mal nicht gekommen, so der Vorstand. Die Ausschussmitglieder hätten jedoch fraktionsübergreifend erneut ihre grundsätzliche Bereitschaft bekundet, sich für eine Verbesserung der Verkehrssituation einzusetzen. Die Fraktion der GRÜNEN sei gebeten worden, den Antrag unter Klärung der verbliebenen Fragen zu konkretisieren und in der nächsten Ausschuss-Sitzung erneut zur Abstimmung zu stellen.
Empfehlung zur Frequenzerhöhung bei der Buslinie 15
Die Fraktion der LINKEN brachte in den Mobilitätsausschuss eine Empfehlung ein, sich für
eine Erhöhung der Taktung auf der Buslinie 15 einzusetzen, so der Vorstand. Anlass sind die Einschränkungen bei den S-Bahnlinien zwischen BHF-Dammtor und BHF-Altona aufgrund der Brückenschäden an der Holstenstraße. Neben den aktuellen und anstehenden Arbeiten im Bereich der Brücken Schanzenstraße und der Sternbrücke sind nun im weiteren Verlauf der Strecke so gravierende Schäden an der Brücke über die Holstenstraße festgestellt worden, dass ein Abriss und Neubau der Brücke unumgänglich ist. Die Busse der Linie 15 sind daher auf absehbare Zeit die einzige ÖPNV-Verbindung aus der Sternschanze in Richtung Altona und offensichtlich bereits jetzt damit überlastet.
Die anwesenden Vertreter der Deutsche Bahn AG (DB) kündigen den Beginn der Abrissarbeiten der Holstenbrücke für März 2026 an.
Beteiligung zur Grundinstandsetzung des FloraParks
Der Vorstand berichtet von der Begehung des FloraParks am 28.11.2025, bei der das Bezirksamt Altona Ideen für die im Jahr 2026 beginnende Grundinstandsetzung der Außenanlagen sammelte.
Der als Spielplatz angelegte Park wird — je nach Tageszeit — für verschiedenste Aktivitäten durch unterschiedliche Gruppen mit eigenen Bedürfnissen und Anforderungen genutzt. Diese Bedarfe sollen frühzeitig in die Planungen einfließen, um gemeinsam eine zukunftsfähige Vision für den Park zu entwickeln und Interessenskonflikte zu entschärfen.
In einem ersten Schritt seien nun bei dem durch das Planungsbüro UVM organisierten gemeinsamen Spaziergang Bedarfe und Ideen von Anwohnenden und Nutzenden zur Umgestaltung der Aufenthalts-, Spiel-, Wege- und Sportflächen gesammelt und erörtert worden. Auf dieser Basis würden im Frühjahr 2026 Vorentwürfe diskutiert.
Das Bezirksamt Altona wird die bisherige Ideen-Sammlung in einer der nächsten Beiratssitzungen vorstellen. Bis dahin nimmt das Bezirksamt Altona Fragen und Wünsche unter der folgenden E-Mail-Adresse auf: mitspielen@altona.hamburg.de
Runder Tisch Sternschanze
Die nächste Sitzung des Runden Tischs sei seitens des Bezirksamts Altona im Zeitraum März – April geplant, so der Vorstand. Er macht deutlich, dass in den kommenden Sitzungen nach zwei Einführungs-Veranstaltungen nun konkrete Maßnahmen zur Lösung der inzwischen seit Jahrzehnten existierenden Probleme, die unmittelbar und mittelbar von der Außengastronomie ausgehen, erwartet werden. Die mittlerweile hinlänglich bekannte Thematik ein weiteres Mal grundsätzlich zu erörtern, hält der Vorstand dabei für wenig zielführend. In diesem Zusammenhang wird auch nochmals darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Runden Tisch um ein nicht-öffentliches Format handelt und die Einladungen der Teilnehmenden durch das veranstaltenden Bezirksamts nach vorheriger Anmeldung
erfolgen.
TOP 03 Neues zur Schanzenbrücke und zur Sternbrücke
Vertreter der DB Tochter DB InfraGO AG berichten über den Stand und die nächsten Schritte bei den Arbeiten an den Eisenbahnbrücken, die den Stadtteil unmittelbar bei der Sternbrücke und der Eisenbahnüberführung Schanzenstraße (und seine Verkehrsanbindungen bei der Brücke über die Holstenstraße, siehe TOP 02. Berichte) betreffen.
Da sich bereits bei der Präsentation der DB InfraGO AG in der Statdtteilbeiratssitzung abzeichnete, dass die fortgesetzte winterliche Witterung auch die Arbeiten auf den beiden Brückenbaustellen behindert und verzögert, möchten wir Betroffene und Interessierte bitten, sich auf den Informationsseiten der DB zu den jeweiligen Bauprojekten zu informieren.
Sternbrücke:
https://www.eisenbahnbruecken-ehm.de/aktuelles-sternbruecke.html
Eisenbahnüberführung Schanzenstraße:
https://www.eisenbahnbruecken-ehm.de/schanzenstrasse.html
Im Rahmen des anschließenden Dialogs mit den Mitarbeitenden der DB InfraGo wurde von
Anwesenden auf verschiedene Problematiken im Bereich der Baustellen hingewiesen. Zum einen wurde erneut die immer noch unbefriedigende Verkehrsführung und Beschilderung im Bereich der Eisenbahnüberführung Schanzenstraße beklagt. Hier stellen sowohl die sich ständig ändernde Verkehrsführung, die unzureichende oder gänzliche fehlende Beschilderung und die Nicht-Beachtung der Trennung von Rad- und Fußwegen durch Verkehrsteilnehmer die größten Problempunkte dar.
Die Vertreter der Bahn und des PK16 sagten zu, diese Problemfelder weiterhin fest im Blick zu behalten und wo immer möglich Abhilfe und Verbesserungen zu schaffen. Gegen den leider menschlichen „Herdentrieb“, durch den sich einmal fehlerhaft eingeschlagenen Verkehrsströme nur schwer wieder einfangen lassen, weil Verkehrsteilnehmer oft anderen Verkehrsteilnehmern einfach gedankenlos folgen würden, seien aber auch sie machtlos.
Ein weiteres Thema war die Unterbringung der vom Baulärm betroffenen Anwohnenden in
Ausweichquartieren (Hotels) während der Bauphasen, zu denen der Lärm die gesetzlichen Grenzwerte überschreitet. In diesem Zusammenhang wurde sowohl die Kommunikation als auch das komplizierte Verfahren bemängelt. Die Bahn InfraGO AG zeigte Verständnis für die Beschwerden, verwies aber auch auf gesetzliche Regelungen und Vorgaben, an die man sich zu halten haben.
So sei es bei ausschließlich aus Bundesmitteln finanzierten Bauprojekten beispielsweise nicht möglich, dass die Auswahl und Buchung der Ausweich-Hotels durch die Betroffenen selbst erfolgen kann. Hier sei die InfraGO AG zur Organisation und Abrechnung durch den vorgegebenen Dienstleister verpflichtet.
Bei der bemängelten Kommunikation zu Ausweichquartieren per Postwurfsendungen führten die Vertreter der DB aus, dass man im ersten Schritt lediglich alle Briefkästen der betroffenen Häuser mit den Informationsschreiben versorgen könne, da aus Datenschutzgründen der DB keine konkreten persönlichen Informationen zu den Anwohnenden vorlägen. Daher könnten Ansprüche auf eine Ausweich-Unterbringung immer erst dann geprüft und geklärt werden, wenn sich die Betroffenen an die angegebenen Kontaktadressen und Telefonnummern wenden. In diesem Zusammenhang wurde auch nochmals darauf hingewiesen, dass es durchaus vorkommen könne, dass anhand der Lärm-Prognose ein Anspruch auf ein Ausweichquartier nicht für alle Wohnungen eines Hauses, sondern nur für bestimmte Stockwerke oder Lagen innerhalb eines Hauses bestünde.
Die DB bemühe sich dabei aber immer auch, auf spezielle Bedürfnisse und Umstände einzugehen (beispielsweise für Familien mit Kindern oder besonders schutzbedürftige Personen). Dies sei nicht immer einfach und nicht immer kurzfristig möglich. In vielen Fällen sei es aber gelungen, zu einer guten Lösung zu kommen.
Für den Sommer kündigen die Vertreter der DB an, Besichtigungstermine der neuen Sternbrücke auf der Brammerfläche anzubieten, zu denen alle eingeladen sind.
Der Vorstand bietet nochmals an, den Stadtteilbeirat Sternschanze als Forum und Verbreitungsmöglichkeit für aktuelle Informationen der DB rund um die Bauprojekte zu nutzen.
TOP 04 Anliegen von Gästen und Mitgliedern
Es liegen keine aktuellen Anliegen vor.
Der Vorstand weist auf eine Veranstaltung des Bezirksamts Altona hin: am 30.1. 2026 findet von 17- 19 Uhr im Kollegiensaal des Rathauses Altona eine Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Verbrechen der NS-Wehrmachts-Justiz in Altona statt.
TOP 05 Termine
| Wann? | Was? | Wo? |
| 30.01. 17-19 Uh | Gedenkveranstaltung zur Erinnerung an die Verbrechen der NS-Wehrmachts-Justiz in Altona | Rathaus Altona, Kollegiensaal |
| 09.02. 18:00 Uhr | Ausschuss für Wirtschaft, Klima und Verbraucherschutz (WKV) | Augustinus Senioren-Residenz |
| 25.02. 19:30 Uhr | nächste Beiratssitzung | JesusCenter, Schulterblatt 63 |
Protokoll vom 15.02.2026
erstellt vom Standpunkt.Schanze e.V.