Stadtteilbeirat Sternschanze Protokoll der 17. Sitzung vom 13.08.2014

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Stadtteilbeirat Sternschanze
Protokoll der 17. Sitzung am 13.08.2014

Der Beirat ist mit acht anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern beschlussfÀhig. Entschuldigt sind Herr Cassens, Mieter Helfen Mietern e.V., Herr Nher.

Tagesordnung:
Top 01 Anmerkungen zum Protokoll der letzten Sitzung
Top 02 Anliegen von GÀsten / Mitgliedern
Top 03 Neue AusschĂŒsse im Bezirk Altona
Top 04 Neuer Termin fĂŒr die Beiratssitzungen
Top 05 VerfĂŒgungsfonds (3 AntrĂ€ge)
Top 06 Berichte vom Amt / Termine

Top 01 Anmerkungen zum Protokoll der letzten Sitzung
Von der letzten Sitzung waren noch die Fragen nach Bezahlung, Standort und Schutz vor Missbrauch einer möglichen „DIXI“-Toilette an der Roten Flora offen. FĂŒr eine Testphase ist die Zustimmung der Roten Flora eingeholt worden. Laut den Angeboten, die Herrn MĂŒtze vorliegen, kostet eine DIXI-Toilette inklusive wöchentlicher Reinigung 30 Euro pro Woche, also 360 Euro fĂŒr den Testzeitraum. Es werden maximal 500 Euro einkalkuliert. Der genaue Standort steht noch nicht fest. Die Testphase soll von September bis November 2014 stattfinden. Monatliche vorlĂ€ufige Evaluierungen sollen jeweils in den Beiratssitzungen durchgefĂŒhrt werden. Nach Abschluss der Testphase soll ein Fazit gezogen werden, ob die „DIXI“-Toilette weiter betrieben werden soll. Dann kann auch die Kostenfrage neu geklĂ€rt werden. Der Stadtteilbeirat stimmt darĂŒber ab, max. 500 Euro fĂŒr die Testphase der „DIXI“-Toilette an der Roten Flora aus dem VerfĂŒgungsfonds bereitzustellen.

Abstimmungsergebnis: Ja: 8 Nein: – Enthaltung: –

Neuigkeiten zur Beleuchtung der Straße Sternschanze zwischen U- und S-Bahn-Eingang: Es wird drei neue Laternen geben, die vom Typ her den Leuchten auf dem Platz vor dem SC Sternschanze gleichen. Die neuen Laternen sollen innen zwischen den vier bestehenden verteilt stehen. DafĂŒr wurden 20.000 Euro freigesetzt. Die LSBG bittet um RĂŒckmeldung. Es gibt Bedenken bezĂŒglich der Leuchtkraft der Leuchtmittel, da diese erheblich dazu beitrĂ€gt, ob die Maßnahme erfolgreich ist oder nicht. Ein Beiratsmitglied betont, dass eine abschließende Beurteilung erst nach dem Umbau möglich sei. Eine Abstimmung unter allen Anwesenden (Stimmungsbild) zeigt eine grundsĂ€tzliche Zustimmung zum Plan.

Top 02 Anliegen von GĂ€sten / Mitgliedern
Es wird berichtet, dass der „Massagesalon Body and Soul“ im Schulterblatt 55 offenbar als illegales Bordell betrieben wird. Diese Beobachtung wird vom anwesenden Vertreter des Polizeikommissariats 16 bestĂ€tigt. Dies sei dem Bezirksamt bekannt. Welche konkreten Maßnahmen erfolgen und wie dagegen vorgegangen werden kann, sei noch unklar.

Es steht nun fest, dass elf zusĂ€tzliche FahrradbĂŒgel in der Rosenhofstraße auf dem Gehweg, wahrscheinlich parallel zu den HĂ€usern, angebracht werden sollen. Genauer Standort und Termin der Umsetzung stehen noch nicht fest, die Genehmigung ist jedoch erfolgt und die FahrradbĂŒgel sollen noch dieses Jahr aufgestellt werden. In jedem Fall werden die BĂŒgel an Stellen aufgestellt, wo momentan keine Autos parken können, sodass keine ParkplĂ€tze dadurch entfallen. Bisher stehen die FahrrĂ€der oft kreuz und quer an schwierigen Positionen und werden hĂ€ufig gestohlen. Ein Beiratsmitglied Ă€ußert Bedenken, dass der Gehweg durch die FahrradbĂŒgel deutlich enger werden könnte. Der Beirat bittet um genauere Informationen zum Umbau.

Der Vorstand des Vereins Standpunkt.Schanze e.V. berichtet, dass im September eine Pflanzaktion im FloraPark mit den Kindern der Ganztagsgrundschule Sternschanze geplant sei. FĂŒr die Finanzierung könne der Restbetrag aus dem letztjĂ€hrigen Sicherheitsfonds genutzt werden. Der Vorstand berichtet ĂŒber das von der STEG gebaute BĂŒrogebĂ€ude „Eifflerwerk“ in der Eifflerstraße. Nachdem die geplante Nutzung durch das Ensemble Resonanz nicht umgesetzt wurde, werde das GebĂ€ude nun durch das Betahaus Hamburg genutzt. Das Betahaus vermiete Coworking-BĂŒroflĂ€chen. Vorher befand es sich neben der Schilleroper. Die FlĂ€chen werden auch fĂŒr Veranstaltungen genutzt. Bisher kam es jedoch nicht zu Problemen durch das Publikum.
Von der STEG bestehe das Angebot eines Rundgangs durch das Eifflerwerk fĂŒr Interessierte.

Am SAGA-Wohnungsbau in der Rosenhofstraße, der zwei Jahre unfertig leer stand, wird endlich weitergebaut. Die SAGA hat sich zu Terminen und Mieten bisher nicht geĂ€ußert.

Die Reparatur des Behinderten-WCs im FloraPark ist durch das Bezirksamt Altona bewilligt worden. Der Schaden sei im Winter durch einen abgeklemmten FrostwÀchter entstanden.
Die fĂŒr das WC ausgegebenen SchlĂŒssel mĂŒssen zurĂŒckgegeben werden. Berechtigte Nutzer sollen neue SchlĂŒssel bekommen. Der Vertreter des Kilimanschanzo e.V. berichtet, dass die Toilette mit Hilfe eines sogenannten „EuroschlĂŒssels“ zweckentfremdet wurde. Solch einen SchlĂŒssel besitze jeder Behinderte. Die SchlĂŒsselrĂŒckgabe wĂŒrde somit einen Missbrauch der Toilette nicht verhindern. Er gehe davon aus, dass das Bezirksamt zur KlĂ€rung auf die Hauptnutzer (JesusCenter, Kinderparadies, Kilimanschanzo) zukomme.
Trotz der Unklarheiten und Sorgen wird die Nachricht, dass die Toilette wieder nutzbar gemacht wird, als sehr erfreulich wahrgenommen.

Das Sommerfest, das statt der letzten Beiratssitzung stattfinden sollte, ist leider ins Wasser gefallen. Daher soll es am 10. September 2014 nachgeholt werden, denn knapp 25 der anwesenden Personen möchten zu einem Sommerfest kommen und ĂŒber die HĂ€lfte kann an diesem Termin. Es soll bewusst zwar an einem Mittwoch, aber nicht anstelle der regulĂ€ren Beiratssitzung stattfinden. Herr Breuker und Herr Schnoor erklĂ€ren sich erneut bereit, das Fest zu organisieren. Dies soll bei gutem Wetter im FloraPark stattfinden. Als Alternative steht bei Regenwetter das JesusCenter zur VerfĂŒgung.

Das ehemalige Handy Doc Ladenlokal wurde ohne Genehmigung des Bezirksamtes in einen Gastronomiebetrieb umgewandelt. Das Bezirksamt geht offiziell seit Februar dagegen vor, jedoch wurde mehrfach Widerspruch durch den Betreiber eingelegt. Da Herr Evers (Bezirksamt) nicht anwesend ist, gibt es auf dieser Beiratssitzung keine neuen Informationen.

Am ehemaligen Penny Supermarkt im Schulterblatt wird gebaut. Das GebĂ€ude solle etwa halbiert werden. Eine HĂ€lfte solle der erste „Bio-Penny“ in Hamburg werden. Die restliche FlĂ€che solle durch zwei EinzelhĂ€ndler genutzt werden. Ein TextilhĂ€ndler habe offensichtlich Interesse. Die Ausdehnung der LadenflĂ€che auf das 1. Obergeschoss mit Hilfe einer Rolltreppe solle aus baulichen GrĂŒnden nicht möglich sein. Das GebĂ€ude stehe unter Denkmalschutz.

Ein Gast fragt, weshalb Frank und Frei seit etwa zwei Monaten in der Kurve Schanzenstraße/Susannenstraße Tische direkt an der Hausseite aufstelle. Vor zwei Jahren hĂ€tte Frank und Frei dafĂŒr einen Antrag an das Fachamt fĂŒr Verbraucherschutz gestellt, welcher in den Regionalausschuss I gegeben worden war. Dieser hatte den Antrag aber mit Mehrheit abgelehnt. Durch die MĂŒndung in die Susannenstraße seien dort so viele FußgĂ€nger unterwegs, dass die Tische an der Stelle nicht zumutbar seien. Keinem der Anwesenden ist bekannt, ob es nun genehmigt worden ist oder ob die Tische dort illegal stehen. Es wird allerdings vermutet, dass wegen mangelnder Kontrollen viele Gastronomen „machen, was sie wollen“. Die Frage muss ĂŒber das Bezirksamt geklĂ€rt werden.

Top 03 Neue AusschĂŒsse im Bezirk Altona
Durch die neugewĂ€hlte Bezirksversammlung kam es zu einer Neuordnung der AusschĂŒsse. Hierdurch sind die RegionalausschĂŒsse I und II aufgrund von Sparmaßnahmen weggefallen. Deren Aufgaben werden nun vom Ausschuss fĂŒr Wirtschaft, Arbeit und regionale Stadtteilentwicklung (WAS) mitĂŒbernommen. Dieser befasst sich mit Fragen des Wirtschaftsstandortes Altona, der Altonaer Tourismuswirtschaft und -politik sowie dem kommunalen Standortmarketing, weiterhin mit der Altonaer Arbeitsmarktpolitik und -situation sowie mit Programmen, Projekten und Maßnahmen des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) inklusive der stĂ€dtebaulichen Sanierung. Auch mit aktuellen Themen in den Stadtteilen Osdorf, Lurup, Bahrenfeld, Altona-Altstadt und Sternschanze soll sich der WAS beschĂ€ftigen, wĂ€hrend der Regionalausschuss I sich nur mit Altona Altstadt, Ottensen, Altona Nord und Sternschanze befasst hatte.
Herr Buchaly berichtet von der ersten Sitzung des WAS im Juli. Der WAS tagt momentan am zweiten Mittwoch im Monat, eventuell komme noch ein zweiter Termin monatlich hinzu. Der Ausschuss habe außer Herrn Grutzeck von der CDU und Herrn Jarowoy von den Linken sowie Herrn SĂŒlberg von den GrĂŒnen vor allem neue, im Schanzenviertel bisher unbekannte Mitglieder. Es wurde so gut wie nicht ĂŒber den Stadtteil Sternschanze geredet. Herrn Evers Vorgesetzte, Frau Alsen, hatte auf Nachfrage nichts zur Sternschanze zu sagen, auch nichts Konkretes auf eine Frage zum FloraBunker. Nach einem Meinungsbild war der WAS dafĂŒr, zweimal im Monat zu tagen. Allerdings sperrte sich die SPD-Fraktion dagegen. Daher finden die Sitzungen bis auf weiteres nur einmal monatlich statt. Es wurde bekanntgegeben, dass der Quartiersfonds um 500.000 Euro erhöht wurde, auf 2 Millionen Euro. Das sind 72.000 Euro mehr fĂŒr Altona pro Jahr. Die Linke stellte einen Antrag auf Erhöhung von 2 auf 4 Millionen Euro, den die SPD aber ablehnte. Die CDU stellte sich hinter den Antrag der Linken. Die GrĂŒnen waren unentschieden. Der Ausschuss WAS stimmte nach einer Sitzungsunterbrechung mehrheitlich gegen die SPD wie von der CDU vorgeschlagen fĂŒr eine „bedarfsgerechte Summe“, die durch das Bezirksamt errechnet werden soll.
Auf Nachfrage, ob die SPD nicht auch Vertreter aus der Sternschanze hat, kommt der auf der Beiratssitzung anwesende Andreas Riedel zu Wort, der fĂŒr die SPD im WAS-Ausschuss sitzt und in Altona Altstadt wohnt. Zu diesem Wahlkreis gehört auch ein Teil der Sternschanze und Herr Riedel versichert, er wĂŒrde sich auch fĂŒr die im Stadtteilbeirat Sternschanze geĂ€ußerten Interessen im WAS-Ausschuss einsetzen.
Herr SĂŒlberg als Vertreter der GrĂŒnen meldet sich ebenfalls zu Wort. Der Ausschuss habe den großen Vorteil, dass er selbst Empfehlungen an die Bezirksversammlung geben könne. Dadurch sei nun der Ablauf zwischen Stadtteilbeirat und Politik anders geworden und direkter. Ein Nachteil sei sicherlich der allgegenwĂ€rtige Spardruck, durch den nun alles „zusammengeschoben“ werde, auch das, was nicht unbedingt zusammen gehöre. Ob es bei einer Sitzung monatlich bleibe oder eine weitere hinzukomme, hinge von den zu besprechenden Themen ab. Nun sei jedenfalls mehr als zuvor eine rege Beteiligung mit Empfehlungen gefragt. Die neuen Politiker im WAS kennen die Probleme der Sternschanze nicht, daher sollten möglichst viele Themen eingebracht werden. Man mĂŒsse kĂ€mpfen, es bestehe aber Hoffnung.
Der Vorstand weist drauf hin, dass bis zum Ende dieses Jahres ein kleiner Teil des Stadtteils Sternschanze noch Sanierungsgebiet ist. Um die Finanzierung des Stadtteilbeirates Sternschanze im nÀchsten Jahr zu sichern, hat der Verein Standpunkt.Schanze e.V. einen Antrag an den Quartiersfonds gestellt.

Top 04 Neuer Termin fĂŒr die Beiratssitzungen
Da der Ausschuss WAS am zweiten Mittwoch im Monat tagt (so wie bisher der Stadtteilbeirat), wird ĂŒber einen neuen Termin fĂŒr die Beiratssitzungen diskutiert, um die Anwesenheit bei beiden Sitzungen zu ermöglichen. Außerdem könnte durch eine Überschneidung der Sitzungen eine vom Beirat gegebene Empfehlung erst vier Wochen spĂ€ter im WAS besprochen werden. Der Treffpunkt im JesusCenter ist nur mittwochs verfĂŒgbar. Da man nicht alle EventualitĂ€ten vorhersehen kann, wie zum Beispiel, ob es fĂŒr den WAS zukĂŒnftig zwei Sitzungstermine monatlich geben wird und wie diese dann ihre regionalen Schwerpunkte haben, soll ein vorlĂ€ufiger Termin festgelegt werden. Bei einer Abstimmung unter den Anwesenden entscheidet sich die Mehrheit fĂŒr den vierten Mittwoch im Monat. Somit findet die nĂ€chste Beiratssitzung am 24. September 2014 statt. Daraus ergibt sich der vorher bereits erwĂ€hnte Sommerfest-Termin vom 10. September.

Top 05 VerfĂŒgungsfonds (3 AntrĂ€ge)
Zur Entscheidung ĂŒber die Verwendung des VerfĂŒgungsfonds liegen drei AntrĂ€ge vor: das Anwohnerfest in der Augustenpassage, eine Lesung in der Buchhandlung im Schanzenviertel sowie eine Lesung auf der alternativen Buchmesse. Letzte wurde jedoch zurĂŒckgezogen.

FĂŒr das Anwohnerfest in der Augustenpassage wurden 2.000 Euro als Zuschuss zu den Veranstaltungskosten beantragt. Es wird darauf hingewiesen, dass dies ein zu großer Teil der in diesem Jahr lediglich verfĂŒgbaren 5.000 Euro fĂŒr ein einziges Projekt sei. Außerdem werden laut den Vergaberegeln nur maximal 50 Prozent der Kosten bezuschusst. Die anwesenden Organisatoren des Anwohnerfestes berichten, dass das Fest vor sechs Jahren zum ersten Mal stattgefunden habe. Da mittlerweile viele neue Mieter eingezogen seien, sei es ein guter Zeitpunkt fĂŒr das Fest. Dieses sei nicht kommerziell und komme ohne Werbung und Sponsoren aus. Die Kosten betragen ca. 2600 Euro fĂŒr BĂŒhnentechnik, SanitĂ€ranlagen, Stromgenerator etc. Letztes und vorletztes Jahr gab es 1.000 Euro beziehungsweise 2.000 Euro aus dem VerfĂŒgungsfonds. Im letzten Jahr waren ca. 700 Personen beim Anwohnerfest. Mit Ă€hnlichen Zahlen werde auch in diesem Jahr gerechnet.
Ein Mitglied des Beirates stellt die Frage, ob es formal zulĂ€ssig sei, identische AntrĂ€ge (fĂŒr dasselbe Fest) mehrmals zu stellen. Prinzipiell ist dies zulĂ€ssig, allerdings sollte kein Projekt/keine Veranstaltung allein durch den VerfĂŒgungsfonds existieren und den Zuschuss somit fĂŒr seine Existenz benötigen. Dies trifft hier nicht zu.
Der Vorstand fragt zum einen, weshalb ein Stromgenerator genutzt werde, was umwelttechnisch fragwĂŒrdig und zudem teuer sei und zum anderen, welche Art von BĂŒhnentechnik fĂŒr 2.000 Euro gemietet werde. Man solle die Kalkulation ĂŒberprĂŒfen, da dies fĂŒr ein kleines Straßenfest sehr hohe Kosten seien. Es gibt VorschlĂ€ge, nur 1.000 Euro oder sogar nur 800 Euro zur VerfĂŒgung zu stellen, da diesmal im gesamten VerfĂŒgungsfonds nicht wie frĂŒher 20.000 Euro, sondern nur 5.000 Euro zur VerfĂŒgung stehen. Einigkeit herrscht darĂŒber, dass das Straßenfest an sich befĂŒrwortet wird und unterstĂŒtzt werden sollte. Der Stadtteilbeirat Sternschanze beschließt, das Augustenpassagenfest am 6.9.2014 mit 1.000 Euro aus dem VerfĂŒgungsfonds zu unterstĂŒtzen.

Abstimmungsergebnis:
Ja: 7 Nein: 1 Enthaltung: –

FĂŒr die Lesung in der Buchhandlung im Schanzenviertel wurden 950 Euro fĂŒr Honorare und Fahrtkosten beantragt. Die BuchhĂ€ndler tragen 250 Euro Eigenanteil fĂŒr Unterkunft und Verpflegung. Der israelisch-amerikanische Autor Tuvia Tenenbom soll am Montag, dem 10.11.2014, sein im Suhrkamp Verlag erschienenes Buch „Allein unter Juden. Eine Entdeckungsreise in Israel“ vorstellen. Der Autor sei nach 30 Jahren nach Israel zurĂŒckgekehrt, um sich ein Bild ĂŒber die Entwicklung des Landes zu machen. Er habe mit verschiedensten Menschen geredet und nicht nur konfliktfreie Begegnungen gehabt. Es ginge bei der Veranstaltung darum, ihm ein Forum zu bieten und mit den Besuchern ĂŒber die aktuelle Politik ins GesprĂ€ch zu kommen. Auf die Frage nach der Zusammensetzung der Kosten antwortet die anwesende BuchhĂ€ndlerin, diese seien vom Suhrkamp Verlag vorgegeben worden: ein Honorar von 350 Euro fĂŒr den Autor, 200 Euro fĂŒr seine als Übersetzerin fungierende Ehefrau, 400 Euro fĂŒr Fahrtkosten. Ein Beiratsmitglied sieht nicht, was der Stadtteil damit zu tun habe, da der Autor ein weltweites Forum genieße und der Verlag selbst Geld hĂ€tte, den Autor zu bezahlen. Darauf wird erwidert, dass es eine kulturelle Veranstaltung sei, die es ohne Förderung sonst nicht im Schanzenviertel geben wĂŒrde. Die GĂ€ste der Veranstaltung könnten neue Einsichten bekommen und diskutieren. Es wird angeregt, dass die GĂ€ste einen Obolus zahlen könnten. Die Meinungen gehen stark auseinander, ob man ein Honorar zahlen solle, damit ein Autor seine politische Meinung Ă€ußere und Werbung fĂŒr sein Buch mache. Lesungen werden aber schon immer bezahlt und die Zeit und Arbeit von KĂŒnstlern solle honoriert werden. Eine weitere Anregung ist, eine zweite Person einzuladen, welche die andere Seite des Konfliktes reprĂ€sentiert, um die Veranstaltung thematisch zu komplementieren und die Brisanz aus der finanziellen UnterstĂŒtzung einer konkreten politischen Meinung herauszunehmen. Diese zweite Person könnte nach Möglichkeit „kostenlos“ sein. Der Beirat vertagt die Entscheidung auf die nĂ€chste Beiratssitzung, da der Autor eine umstrittene Person ist, ĂŒber die man sich zwischenzeitlich informieren kann. Des Weiteren muss die beantragte Summe wegen der 50 Prozent-Regel und eventueller Eintrittsgelder neu berechnet werden. FĂŒr den Fall, dass eine Entscheidung vor dem 24.9. nötig ist, einigt sich der Beirat drauf, ausnahmsweise per Email darĂŒber abzustimmen.

Top 06 Berichte vom Amt/Termine
Die Berichte vom Amt erfolgen in stark verkĂŒrzter Fassung durch den Vorstand, da die Abmeldung von Herrn Evers erst direkt vor der Sitzung erfolgt ist.

Zum Konzept FloraBunker gibt es noch nichts Neues. Eine Empfehlung wurde eingereicht. Die Bearbeitung im Amt sei noch in vollem Gange. Gegen das Konzept gebe es im Bezirksamt erhebliche Bedenken. Der Regionalausschuss I hatte zugestimmt, aber das Amt widersetze sich. Die grundsĂ€tzliche Idee werde noch bearbeitet. Herr Grutzeck nimmt das Amt in Schutz. Die Behörde fĂŒr Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) habe bisher keine UnterstĂŒtzung fĂŒr das Konzept zugesagt. Wenn eine Chance bestehen solle, dass die BSU das Konzept finanziere, dann mĂŒsse dieses verĂ€ndert werden. Herr SĂŒlberg merkt an, das Konzept beinhalte erhebliche Summen und sei daher schwierig umzusetzen. Eine Zustimmung zur Verwendung der Restmittel der „Wasserturm-Million“ gebe es nur fĂŒr das bereits vorgestellte Konzept.

Eine Anwohnerin hatte sich ans Amt gewandt, da im FloraPark das Wasser verschmutzt war und sich Blut an der dortigen Wasserpumpe befand. Die WasserqualitÀt sollte geklÀrt werden. Laut Bezirksamt sind alle vergleichbaren Pumpen am Trinkwassernetz angeschlossen, daher ist die QualitÀt an der unmittelbaren Zapfstelle unfraglich. Laut eines Gastes war die Pumpe abgeschaltet, als einige Kinder pumpen wollten, sodass ein Vater beim Amt anrief. Die Pumpe soll am Folgetag wieder angeschaltet worden sein.

Die Schlussverschickung der Planung fĂŒr die Busbeschleunigung der Metrobuslinie 3 ist vor kurzem erfolgt. Die Umgestaltung von Neuem Pferdemarkt, Neuer Kamp und Feldstraße könnte deshalb im September beginnen. Die FĂŒhrung der Radwege ist teilweise geĂ€ndert worden. Im Bereich der Kreuzung Neuer Kamp/Neuer Pferdemarkt sind die Fahrradwege entzerrt worden und die FĂŒhrung in Richtung Tadenstraße ist damit auch verbessert worden. Der Fahrradstreifen zwischen Neuem Pferdemarkt und Schulterblatt sowie die Wechselspur ins Schulterblatt sind verlĂ€ngert worden.
Zur Problematik der vielen vorgesehenen BaumfÀllungen und der zu geringen Ersatzpflanzungen gibt es keine klaren Antworten in der Planung.
Die Planung hĂ€lt am Vorschlag der Hochbahn, die Buslinie 6 zu verlegen und durch die Schanzenstraße zur Straße Sternschanze zu fĂŒhren, fest. Der Stadtteilbeirat hatte dazu eine BĂŒrgerbeteiligung gefordert. Herr SĂŒlberg meint, der LSBG scheine die EinwĂ€nde verstanden zu haben. Eine Empfehlung wĂ€re an dieser Stelle ĂŒberflĂŒssig. Bei einer Anhörung mĂŒsse ein stĂ€dtischer Vertreter des LSBG dabei sein. Die Forderung werde nicht ĂŒbergangen, brauche aber fĂŒr die Umsetzung noch etwas Zeit.

Eine Wohnung im ersten Stock im GebĂ€ude von Herrn Landschulze an der Ecke Juliusstraße/Schulterblatt, welches – Ă€ußerlich fertiggestellt – seit acht Jahren leer stand, wird nun zur Vermietung angeboten. In der Annonce im Internet sei diese mit 115mÂČ fĂŒr 1.720 Euro Monatsmiete zuzĂŒglich Nebenkosten ausgeschrieben.

Herr Ritthaler, Besitzer des GebĂ€udes in der Bartelsstraße 33, vermietet dort in der ersten Etage Ferienwohnungen. Am Schulterblatt (vermutlich Hausnummer 18b) bietet er weitere möblierte Wohnungen fĂŒr zirka 30 Euro/mÂČ an. Der Vorstand wird das Bezirksamt bitten, dem nachzugehen.

Termine
23.08.2014 Freiwillige Feuerwehr Tag der offenen TĂŒr mit Blaskapelle, Eifflerstraße
10.09.2014 18.00 Uhr nÀchste Sitzung des WAS-Ausschusses, Rathaus Altona
10.09.2014 nach der WAS-Sitzung Sommerfest des Stadtteilbeirats, wetterabhÀngig entweder im FloraPark oder Jesus Center
24.09.2014 19:30 Uhr nÀchste Beiratssitzung JesusCenter, Schulterblatt 63

Protokoll vom 20. August 2014
Erstellt vom Standpunkt.Schanze e.V.

Nachtrag zu TOP 1:
Nach Informationen des Vorstands finden im Eifflerwerk auch Verkaufsveranstaltungen (Pop-Up-Store) statt.

Die ErgĂ€nzung der Beleuchtung der Straße Sternschanze ist mangels KapazitĂ€ten bei den Fachfirmen wohl erst zum FrĂŒhjahr 2015 zu erwarten.

Beim Neubau Rosenhofstraße wird die Baufertigstellung nicht vor 2015 erwartet. Es werden 32 Wohneinheiten und 2 Gewerbeeinheiten frei finanziert geschaffen.

Nachtrag zu TOP 6: 
Das Bezirksamt will der tageweisen Vermietung nachgehen. Bei der monatlichen Vermietung der möblierten Wohnung zu 30 Euro/mÂČ wird kein Anfangsverdacht gesehen.

Laut Fachabteilung mĂŒssen die FahrradbĂŒgel in der Rosenhofstraße mit einer besonderen Form („Ginko-Blatt“) aufgestellt werden. Diese BĂŒgel sind in Auftrag gegeben, mĂŒssen aber gesondert angefertigt werden. Daher ist der genaue Termin, wann die beauftragte Firma liefert und einbaut, derzeit nicht bestimmbar.

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