Der Beirat ist mit 12 anwesenden Stimmberechtigten beschlussfähig.
Tagesordnung
TOP 01 Anmerkungen zum Protokoll der letzten Sitzung
TOP 02 Berichte
TOP 03 Anliegen von Gästen und Mitgliedern
TOP 04 Termine
TOP 01 Anmerkungen zum Protokoll
Es gibt keine Anmerkungen zum Protokoll.
TOP 02 Berichte
Verkehrsführung unter der Sternbrücke vorgestellt
Im der Sitzung des Mobilitätsausschusses der Bezirksversammlung Altona am 16.03.2026 stellten Vertretende des Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) die geplante zukünftige Verkehrsführung unter der Sternbrücke anhand der Vorzugsvariante vor.
Diese sehe gegenüber den bisherigen Entwürfen kleinere, jedoch wesentliche Anpassungen vor, so der Vorstand. Da der Rückbau der bestehenden Kabelbrücken durch die Deutsche Bahn AG (DB) nach aktuellem Planungsstand erst 2028 erfolgen werde, sei vorgesehen, die neue Verkehrsführung zunächst in einem Probebetrieb zu testen und anschließend unter Beteiligung der Öffentlichkeit zu evaluieren. Der Vorstand erläutert anschließend den vorgestellten Zeitplan genauer: Die derzeitige Hilfskabeltrasse solle voraussichtlich bis Anfang 2028 bestehen bleiben (als Grund wurden Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bau des Bahnhofs Diebsteich angeführt). Der Einhub der neuen Brücke ist für den 1. Juli 2026 geplant; parallel dazu soll die Testphase der Verkehrsführung beginnen. Sofern die Evaluation keine widersprüchlichen Ergebnisse liefere, seien die endgültige Festlegung und der Beginn der Umsetzung des Endzustands für 2028 vorgesehen.
In der vorgestellten Variante entfallen die Abbiegespuren von der Stresemannstraße in die Max-Brauer-Allee sowohl stadteinwärts als auch stadtauswärts. Für die Schanze bedeute dies vermutlich, dass der bisherige Abbiegeverkehr in nördliche Richtung aus der Stresemannstraße sich alternative Routen über Eifflerstraße, Oelkersallee oder vom Neuen Pferdemarkt über das Schulterblatt suchen könnte, womit besonders die kleineren Straßen völlig überfordert sein würden.
Der Busverkehr wird auf einer eigenen Spur über die Kreuzung geführt, die Bushaltestellen an der Stresemannstraße werden vor die Ampeln verlegt.
Der Fahrradweg stadtauswärts soll künftig an der Eifflerstraße enden. Ab dort ist eine Führung auf der Busspur vorgesehen, inklusive einer Fahrradampel. Die Fahrradinfrastruktur werde deutlich verbessert, auch der Fußverkehr erhält mehr Platz.
Der LSBG plane, mit verschiedene Stakeholdern in Kontakt zu treten und diese in den weiteren Prozess einzubinden; auf den Beirat als Vertretung der lokalen Interessen sei dieser jedoch noch nicht herangetreten. Der Vorstand kündigt an, seinerseits auf den LSBG zuzugehen.
Neue (alte) Terrasse am BaSchu Häuschen fertig
Der Vorstand berichtet, die in der letzten Sitzung angekündigte Renovierung der Terrasse am BaschuHäuschen konnte bei einer gemeinsamen Bauaktion fertiggestellt werden.
Stellungnahme BVM zum Bustakt Linie 15
Da die baustellenbedingte Sperrung der S-Bahn-Strecke Richtung Bahnhof Altona zu Einschränkungen im Nahverkehr führe, wurde die Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) um einer höhere Taktung der Buslinie 15 Richtung Altona gebeten. Die BVM habe dies jedoch abgelehnt und verwies auf mögliche Alternativen wie die Fahrt mit Umstiegen über S Diebsteich oder den Hauptbahnhof.
Aktuell, so der Vorstand, fahre der 15er Bus bis Ende Juni von Montag bis Freitag als geteilte Linie, Alsterchaussee bis Altona und Altona bis Agathe-Lasch Weg. Umstieg ist immer in Altona nötig.
Der Vorstand stellt Tagesordnungspunkte der kommenden Bezirksversammlung vor und setzt diese in Bezug zur Sternschanze:
Zuwenig Altkleidercontainer in Altona
Da das Kreislaufwirtschaftsgesetz eine getrennte Sammlung von Textilabfall vorschreibt, plane der Bezirk das Aufstellen zusätzlicher Altkleidercontainer, so der Vorstand.
Aktuell hätten kommerzielle Anbieter Annahmestellen reduziert, da die Wiederverwertbarkeit von Textilien durch die Ausbreitung von Fast Fashion so stark abgenommen habe, dass ein Aufstellen von Containern wirtschaftlich unattraktiv geworden sei – es ließen sich aus den Stücken nicht mal mehr Lappen herstellen, schließt der Vorstand.
Pilotprojekt „Feierabendparken“
Im Rahmen eines Pilotprojekts möchte die BVM prüfen, ob und wie Parkflächen von privaten GrundstückseigentümerInnen außerhalb von deren Geschäftszeiten als öffentliche Parkplätze genutzt werden können. Die BVM untersuche dafür derzeit geeignete Standorte. Ziel sei eine Reduzierung des Parkdrucks ohne neue Flächen für Parkraum erschließen zu müssen.
Auch Flächen im Schanzenviertel – etwa bei Supermärkten wie Lidl – könnten dafür in Betracht kommen, Voraussetzung sei aber immer das Entgegenkommen der EigentümerInnen. Zur Nutzung sei ein digitales Parksystem geplant, das eine Nutzung ausschließlich für Anwohnende sicherstellen soll. Die konkrete Umsetzung werde noch ausgearbeitet und sei unter anderem von weiteren infrastrukturellen Entwicklungen abhängig, fasst der Vorstand zusammen.
Pilotprojekt „Laternenladen“
Ein weiteres Pilotprojekt sieht vor, das Laden von Elektrofahrzeugen an Straßenlaternen zu
ermöglichen. Ziel sei es, insbesondere Anwohnenden ohne eigene Stellplätze oder Garagen eine Lademöglichkeit in dicht bebauten und stark frequentierten Gebieten zu ermöglichen.
Hintergrund sei auch die Problematik, dass bestehende öffentliche Ladeplätze häufig durch parkende Elektrofahrzeuge blockiert würden, welche auch nach dem Ladevorgang auf den Flächen verblieben und diese als Parkplatz nutzen.
Diskutiert werden zwei Varianten zur Umsetzung, einerseits das Integrieren von Ladeelektronik in die Laternen (sofern deren Netzanbindung entsprechende Lasten zulasse), andererseits Steckdosen an der Bordsteinkante in Kombination mit einem intelligenten Ladekabel. Die Sternschanze werde im Antrag ausdrücklich als möglicher Standort für den Pilotversuch genannt, so der Vorstand.
Der Mobilitätsausschuss habe bereits eine Empfehlung zum Pilotversuch ausgesprochen; eine Zustimmung der Bezirksversammlung stehe für die nächste Sitzung aus.
AFD entdeckt die Vermüllung in der Schanze
Der Vorstand berichtet, dass auch die AFD die durch Übernutzung resultierende Müllsituation der Sternschanze auf die Agenda genommen habe. Die Partei spreche dabei in ihrem Antrag an die BV (berechtigterweise) von „unhaltbaren Zuständen“ und „Vermüllung der Schanze“; die angeführten Beispiele (Feldstraße und Grüner Jäger) sprächen jedoch nicht für allzuviel Vor-Ort-Kompetenz, da sie außerhalb des Stadtteils Sternschanze beziehungsweise teilweise sogar außerhalb des Bezirks lägen.
Die Situation an sich sei lange bekannt, eine Lösung ließe sich jedoch nicht mit den von der AFD-Fraktion vorgestellten Optionen finden.
Hintergrund des AFD-Antrags war eine sehr gut dokumentierte Eingabe von Anwohnenden aus dem Viertel, deren Behandlung im Ausschuss für Wirtschaft, Klima und Verbraucherschutz (WKV) von März auf den April vertragt wurde.
TOP 03 Anliegen von Gästen und Mitgliedern
ARD/SpiegelTV suchen Anwohnende
Für eine geplante Dokumentation als Rückblick auf den G20-Gipfel werden aktuell GesprächspartnerInnen aus der Anwohnerschaft gesucht, berichtet der Vorstand. Die Teilnahme könne auch ohne ein Auftreten vor Kamera, beispielsweise in Form von Audiointerviews, erfolgen. Es ginge bei der Dokumentation thematisch wohl um ein Rekapitulieren der Ereignisse, aber auch um das, was diese im Nachgang für den Stadtteil bedeuteten.
Interessierte können sich per E-Mail melden unter maira.mellinghausen@posteo.de
Anliegen von Anwohnenden am Schanzenpark/Wohnprojekt Womms am Schanzenpark
Gäste des Beirats berichten über erhebliche nächtliche Lärmbelästigungen durch Gruppen von Tischtennisspielenden im Schanzenpark. Diese würden zusätzliche Beleuchtung nutzen und laute Musik über mitgebrachten Boxen bis weit nach Mitternacht abspielen. Die Gäste betonen dabei, die Lärmbelastung resultiert weniger aus dem Spiel selbst – was sie generell nicht störe – als aus der lauten Musik teilweise bis in die frühen Morgenstunden.
Im Sommer 2025 sei es wiederholt zu Polizeieinsätzen wegen nächtlicher Ruhestörung gekommen, ohne jedoch dauerhafte Veränderung zu bringen. Direkte Gespräche mit den Verursachenden verliefen häufig ergebnislos. Die Situation wird als belastend beschrieben, zumal regelmäßige Polizeirufe weder eine gewünschte noch eine nachhaltige Lösung darstellten.
Als mögliche Maßnahmen werden ein runder Tisch mit Moderation, eine Verlagerung der Tischtennisplatten an einen weniger störenden Standort sowie verstärkte Kommunikation mit den Nutzenden diskutiert. In der gemeinsamen Diskussion mit den Anwesenden wird ein Verlegen der Platten an einen anderen Standort im Park als aussichtsreichste Lösung bewertet.
Parallel werde ein gemeinsames Treffen der Anwohnenden und der SpielerInnen geplant, so die Gäste.
Der Vorstand bietet dafür an, ein solches Treffen zu moderieren. Zusätzlich werde der Stadtteilbeirat eine Empfehlung an den Grünausschuss des Bezirks Altona vorbereiten, eine Standortprüfung für eine Verlegung der Platten durchzuführen. Grundsätzlich wird betont, dass die Nutzung der Anlagen weiterhin möglich bleiben solle, jedoch eine Entzerrung der Nutzung und Rücksichtnahme – insbesondere in den Nachtstunden – erforderlich für ein gutes Miteinander sei.
Das Schanzenfest findet dieses Jahr am 23. Mai statt
Ein Mitglied des Beirats stellt das diesjährige Motto — NOlympia in Hamburg – keine Schanze für die Spiele — des Schanzenfestes kurz im Kontext von Gentrifizierung und Touristifizierung vor, wie es andere Olympiastandorte weltweit erlebt haben. Das Stadteilfest falle mit dem 23.05. auf das Pfingstwochenende, das Wochenende vor der endgültiger Abstimmung über eine Olympiabewerbung Hamburgs.
In diesem Zusammenhang teilt der Vorstand mit, dass für die kommende April-Sitzung eine ausführliche Diskussion über die Bedeutung der Olympiabewerbung für den Stadtteil mit Gästen geplant sei und Unentschlossene dort noch Fragen an beide Seiten stellen könnten.
Sprayen im FloraPark
Ein Anwesender, engagiert in der Sprayer-Szene im FloraPark, stellt sich als Ansprechpartner der Sprayer bei künftigen Projekten vor und verweist auf bestehende Netzwerke sowie verfügbare Räumlichkeiten.
Unterstützung bei konkreteren Vorhaben sei auch von der ehemals in der Bartelsstraße befindlichen Galerie OZM. in Aussicht gestellt und bei Konkretisierung von Vorhaben würden diese gerne im Beirat vorgestellt.
TOP 04 Termine
| Wann? | Was? | Wo? |
| 13.04. 18 Uhr | Ausschuss für Wirtschaft, Klima und Verbraucherschutz (WKV) | Rathaus Altona, Kollegiensaal |
| 22.04. 19:30 Uhr | nächste Beiratssitzung | JesusCenter, Schulterblatt 63 |
Protokoll vom 15.04.2026
erstellt vom Standpunkt.Schanze e.V.